Preisanstieg für Kartoffelsalat mit Würstchen

Kartoffelsalat und Würstchen

© epd-bild/imageBROKER/Creativ Studio Heine

Das beliebte Weihnachtsessen der Deutschen wird 2022 deutlich teurer. Tipps für eine günstigere Alternative gibt das Wirtschaftsinstituts IW.

23,4 Prozent teurer
Preisanstieg für Kartoffelsalat mit Würstchen
Wer zu Weihnachten Kartoffelsalat mit Würstchen essen möchte, muss in diesem Jahr dafür tiefer in die Tasche greifen. Eine Studie des Wirtschaftsinstituts IW hat die steigende Inflation bei Lebensmitteln in den Blick genommen.

Auch zur Weihnachtszeit machen sich laut einer Studie die steigenden Preise bei Lebensmitteln an der Supermarktkasse bemerkbar. So müssen die Deutschen für den Weihnachtsklassiker Kartoffelsalat mit Würstchen in diesem Jahr deutlich mehr Geld ausgeben als im vergangenen Jahr. Im Durchschnitt sind die Preise in Deutschland für die Zutaten um mehr als 23 Prozent gestiegen, wie aus einer am Donnerstag in Köln veröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervorgeht.

In manchen Regionen fiel der Aufschlag demnach noch deutlich höher aus. Am stärksten seien die Preise im niedersächsischen Wilhelmshaven gestiegen, wo 6,56 Euro pro Portion gezahlt werden müssten. Das seien rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Am teuersten sei der Klassiker in diesem Jahr im Landkreis Schwäbisch Hall: Dort koste die Portion 7,04 Euro, das entspreche einem Anstieg um 27 Prozent. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung (Donnerstag) über die Studie berichtet.

Eine günstigere Alternative sei die Variante mit Essig und Öl, empfahl das Institut. Der sogenannte "süddeutsche Kartoffelsalat" sei im Schnitt für 1,03 Euro oder 15 Prozent weniger zu bekommen.

"Gerade Lebensmittel sind in diesem Jahr besonders teuer geworden", sagte IW-Ökonom Christoph Schröder. "Das liegt an den hohen Energiepreisen. Egal ob für Herstellung, Transport oder Lagerung: Überall wird Energie verbraucht, was sich dann letztendlich auf den Preis auswirkt." Weitere Gründe für den Preisanstieg bei Lebensmitteln seien die Weizen-Knappheit und die Verteuerung von Düngemitteln infolge des Ukraine-Krieges.

Dass die Preise im Osten des Landes niedriger sind, liegt laut Schröder daran, dass die Menschen in Ostdeutschland weniger verdienen als die Kunden im Westen. Auch fielen Ladenmieten in den neuen Bundesländern niedriger aus.
Als Berechnungsbasis haben die IW-Wissenschaftler dem Bericht zufolge ein einfaches Rezept bestehend aus Kartoffeln, Zwiebeln, Senf, Mayonnaise, Gewürzgurken, Joghurt und Bockwürsten für vier Personen genommen.

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