Bedford-Strohm weiht neues Kirchenzentrum ein

Heinrich Bedford-Strohm

© epd-bild/Thomas Lohnes

Der bayerische evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm lobte die Zusammenarbeit der verschiedenen Gemeinden bei der Gründung des gemeinsamen Kirchenzentrums "kiez" in Lindau. (Archivbild)

Kooperation zwischen Gemeinden
Bedford-Strohm weiht neues Kirchenzentrum ein
Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat am Samstag das neue Kirchliche Zentrum "kiez" an der Christuskirche in Lindau eingeweiht.

In Lindau sei geschehen, was er sich für die ganze Landeskirche wünsche, sagte Bedford-Strohm: "Die Kooperation zwischen verschiedenen Gemeinden ist hier nicht nur ein Programm in Worten, sondern sie wird gelebt." Das "kiez" wurde anstelle des nicht mehr sanierbaren Gemeindehauses an der Christuskirche gebaut.

Im rund fünf Millionen Euro teuren "kiez" sind die drei Pfarrbüros der Gemeinden St. Verena-Versöhnerkirche, St. Johannes Wasserburg und St. Stephan-Christuskirche untergebracht, ein Veranstaltungssaal inklusive Bühne, Seminar- und Technikräumen sowie zwei Küchen, hieß es. Auch die Lindauer Jugendkirche luv hat dort ein Zuhause gefunden. Vorangegangen war die Entscheidung aller Kirchengemeinden des Dekanats Lindau/Westallgäu, bei der Jugendarbeit zu kooperieren.

Bedford-Strohm sagte, es "grenze an ein Wunder", dass die Evangelischen in der Region es geschafft hätten, die Grenzen zwischen oberem Landkreis und Lindau, zwischen Festland und Insel, zwischen Wasserburg und Zech sowie zwischen Jung und Alt zu überwinden. Die evangelischen Gemeinden rief der bayerische Landesbischof dazu auf, mit der Nutzung der neuen Räume ein Zeichen zu setzen: "Seid Botschafter der Liebe Jesu Christi, der das Zentrum Eurer Gemeinschaft hier ist."

Um den Neubau finanzieren zu können, hatten sich die Gemeinden von anderen Gebäuden getrennt. Zudem gab es Zuschüsse von der Landeskirche sowie aus anderen Fördertöpfen. Die Gemeinden sammelten zudem etliche Spenden. 

Mehr zu Kirchengebäude
ehemaliger Kirchturm und Übergang zu den Wohnungen
Oben Wohnen, unten Kultur - und dazwischen das "Haus der Religionen": Die Athanasiuskirche in Hannover zeigt, wie sich Kirchengebäude sinnvoll umnutzen lassen und ihre Substanz erhalten werden kann. Experten sehen einen bundesweiten Trend.
Küche auf höchstem Niveau in ehemaliger Kirche in Bielefeld
Es gibt immer mehr entwidmete Kirchen in Deutschland, die dann zu Restaurants, Kletterhallen oder Kinos umgebaut werden. Dabei bleiben einige sakrale Details erhalten. Diese Fotogalerie gibt einen Einblick in diese Architekturwelt.