Lutherischer Weltbund-Präsident fordert globale Impf-Gerechtigkeit

Lutherischer Weltbund-Präsident fordert globale Impf-Gerechtigkeit
Der Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB), Panti Filibus Musa, hat eine globale Ungleichheit bei der Impfung gegen das Covid-19-Virus beklagt.

Bislang seien 75 Prozent der verabreichten Impfstoffe in nur zehn Ländern verbraucht worden, sagte der Erzbischof der Lutherischen Kirche Christi in Nigeria in einer am Samstag auf dem 3. Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt verbreiteten Video-Bibelarbeit. Dies sei Ausdruck von "struktureller Korruption und Gewalt" und könne Tausende von Menschenleben kosten.

Zugleich halte diese Ungleichheit die ganze Welt in Unsicherheit, fügte Musa laut Redemanuskript hinzu: "Bis nicht alle sicher sind, ist niemand sicher." Gleichgültigkeit und Mangel an Solidarität hätten tödliche Folgen. Dies stimme mit Blick auf die Corona-Pandemie, dies gelte aber auch für den Klimawandel und für so vieles andere. Man dürfe das Böse in der Welt nicht verdrängen, sonst werde es nur noch stärker.

Der nigerianische Theologe Musa sprach in einer Bibelauslegung über Genesis 6:12-22. Der Textabschnitt handelt von der Ankündigung der Sintflut und dem Bau der Arche durch Noah. Der Lutherische Weltbund wurde 1947 gegründet. Ihm gehören mehr als 75,5 Millionen Christinnen und Christen in 99 Ländern und rund 150 Mitgliedskirchen an.

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