Bischof Stäblein setzt sich für inhaftierten Blogger ein

Proteste gegen Regime in Belarus

©Alexander Zemlianichenko/AP/dpa/

Bei den Protesten gegen Wahlfälschungen in Belarus protestierten im August 2020 in Moskau junge Menschen für die Opposition des Landes und hielten ein Plakat mit der Aufschrift «Wahlen ohne Lukaschenko! Freiheit für politische Gefangene» hoch. In Deutschland finden seit 22 Wochen jeden Dienstag Friedensgebete in der Berliner Gethsemanekirche statt.

Bischof Stäblein setzt sich für inhaftierten Blogger ein
Der Berliner Bischof Christian Stäblein hat zur Unterstützung der Demokratiebewegung und der politisch Inhaftierten in Belarus aufgerufen. Dabei erinnerte er im RBB-Hörfunk besonders an das Schicksal des jungen Bloggers Ihar Losik.

Ihar Losik sitze in Belarus als einer von vielen politischen Gefangenen unschuldig in Haft, so Bischof Stäblein: "Ihar Losik, 28 Jahre jung, Kämpfer für die Demokratie, ist seit fast 40 Tagen im Hungerstreik." Es herrsche große Sorge in der weißrussischen Demokratiebewegung um Losiks Gesundheit, so Stäblein. Er benötige nicht nur medizinische Versorgung und vom Staat unabhängige Ärzte, sondern auch "unsere Aufmerksamkeit, unsere Stimme, damit sein Schicksal nicht unter die Räder des herrschenden Regimes gerät".

Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz verwies auf seit 22 Wochen jeden Dienstag stattfindende Friedensgebete in der Berliner Gethsemanekirche für die Menschen in Belarus. Seit Beginn der Proteste gegen eine offenbar manipulierte Präsidentenwahl in dem Land im August vergangenen Jahres wurden zahlreiche Menschen festgenommen. Losik wurde den Angaben zufolge am 25. Juni 2020 verhaftet.

Stäblein rief dazu auf, sich dem Gebet "für die mutigen Menschen in Belarus, die die Stimme der Demokratie hochhalten" anzuschließen: "Helfen Sie mit, dass wir über unsere Sorgen die Menschen nicht vergessen, die unsere Aufmerksamkeit und Unterstützung jetzt besonders brauchen", sagte der Bischof.

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