Corona: Kirchensteuereinbußen in Sachsen geringer als befürchtet

Corona: Kirchensteuereinbußen in Sachsen geringer als befürchtet
Die Kirchensteuereinbußen für die sächsische Landeskirche fallen geringer aus als wegen der Corona-Krise zunächst befürchtet.

Statt der prognostizierten 15 Prozent werde derzeit von etwa zehn Prozent weniger Einnahmen an Kirchensteuern ausgegangen, sagte Landeskirchensprecherin Tabea Köbsch dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Freitag in Dresden. Laut dem Haushaltsplan für 2021 erwartet die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens 109,4 Millionen Euro aus Kirchensteuern.

Insgesamt umfasst der neue Etat knapp 225 Millionen Euro und damit rund elf Millionen Euro weniger als 2020. Weniger Geld bekommen die Kirchgemeinden: Statt den bisherigen 16 Euro pro Gemeindeglied würden nur noch 13 Euro zugewiesen. Einsparungen soll es zudem bei Bauvorhaben geben.

Der neue Haushalt sollte am Wochenende von der Synode beschlossen werden. Wegen der Corona-Pandemie ist die Tagung aber verschoben worden. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Der Haushalt für 2021 könne trotzdem planmäßig zum 1. Januar in Kraft treten. Die Kirchenleitung habe dafür Vorkehrungen getroffen, sagte Köbsch. Auch ein Gesetz zur Aussetzung der Gehaltserhöhungen für Pfarrer und Kirchenbeamte soll zunächst per Verordnung mit Gesetzeskraft gelten. Diese Verordnungen bedürften aber einer Bestätigung durch die Landessynode auf der nächsten Tagung.

Bereits am Samstag tritt laut Köbsch ein Gesetz in Kraft, das digitale Gremiensitzungen ermöglicht. Damit sollten dann auch Online-Tagungen in der sächsischen Landeskirche möglich sein. Derzeit fehle es aber noch an den technischen Voraussetzungen, hieß es.

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