IT-Dienstleister zeichnet digitales Engagement in der Kirche aus

IT-Dienstleister zeichnet digitales Engagement in der Kirche aus
Der IT-Dienstleister für den kirchlichen Markt, ECKD-KIGST GmbH, hat besonders kreative Ideen von Kirchengemeinden während der Corona-Krise prämiert.

Den ersten Preis gewann demnach Pfarrer Johannes Böttner von der Kirchengemeinde Niedenstein-Wichdorf der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit dem Angebot eines besonderen Online-Gottesdienstes, teilte der Dienstleister am Freitag mit. Hierbei waren die Gemeindemitglieder eingeladen, Audio- und Videodateien oder Textbeiträge einzusenden, die dann in den Gottesdienst mit aufgenommen wurden. Für die Gottesdienstzuschauer selbst sei es möglich gewesen, miteinander per Live-Chat in Verbindung zu treten.

Ein zweiter Preis ging an die Kirchengemeinde Neustadt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, die unter anderem Fernsehgottesdienste in Zusammenarbeit mit einem lokalen Fernsehsender umsetzte. Den dritten Preis teilen sich die Kirchengemeinde Rosenheim von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) für einen Krimi-Podcast, der biblische Kriminalfälle als Hörspiel in die aktuelle Zeit übertrug, sowie die EKHN-Verwaltungsmitarbeiterin Alexandra Glaßer für ein ehrenamtliches Video-Konferenzangebot, das sich speziell an alleinerziehende Mütter von Kindern mit Schwerstbehinderung wendete. Die Preisträger erhielten Tablets und Kopfhörer.

Mehr zu Digitalisierung
Seenotrettung durch Rettungsschiff
Die evangelische Kirche hat in den vergangenen sechs Jahren viele Debatten geführt - über Migration, das Reformationsjubiläum, Missbrauch, Digitalisierung und die finanziellen Weichenstellungen für die Zukunft. Vieles davon bleibt wichtig.
Online-Abendmahl
Der evangelische Gottesdienst ist kreativer und digitaler geworden. Der herkömmliche Kirchgang behält seinen Stellenwert, wird nach Corona aber vielfältiger. Das ist Ergebnis zweier Studien zur Weiterentwicklung von Gottesdienst-Formaten.

Die Aktion erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Referat Gottesdienst, Kirchenmusik und theologische Generalia der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Verbunden mit dem Wettbewerb war eine Umfrage, bei der Interessierte Auskunft über ihre Erfahrungen mit digitaler Gemeindearbeit während der Corona-Pandemie geben konnten. Zu den wichtigsten Erkenntnissen der Umfrage, an der sich 72 Personen beteiligten, gehöre, dass kirchliche Institutionen digitalen Technologien mittlerweile eine höhere Relevanz einräumten, hieß es. Bei der Umsetzung gebe es allerdings noch Verbesserungsbedarf.