EKHN erschüttert über Nachrichten aus Belarus

Eine Frau diskutiert mit einem Polizisten

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Eine Frau diskutiert mit einem Polizisten während einer Demonstration am 01.09.2020 in Belarus in Minsk.

EKHN erschüttert über Nachrichten aus Belarus
Kirchenpräsident Jung: Kirchliche Vermittlungsversuche werden diffamiert
Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung hat sich besorgt über die Lage in Belarus gezeigt. Die Arbeit von Hilfsorganisationen und Versöhnungsinitiativen aus der Landeskirche in dem osteuropäischen Land werde behindert, sagte Jung am Donnerstag in Darmstadt.

Von belarussischen Partnerorganisationen habe er in den vergangenen Tagen "erschütternde Nachrichten" erhalten, so Jung. So würden kirchliche Vermittlungsversuche in der Krise als politische Einmischung diffamiert. Zudem sei dem Erzbischof der katholischen Kirche von Minsk-Mahiljou, Tadeusz Kondrusiewicz, die Rückkehr in sein Heimatland verweigert worden.

Jung würdigte zugleich den Mut beispielsweise der Mitarbeitenden des Rehabilitationszentrums für Kinder "Nadeshda" bei Minsk, mit dem die hessen-nassauische Kirche enge Verbindungen unterhält. Sie hätten in einem Offenen Brief die politischen Missstände in Belarus wie etwa den mutmaßlichen Betrug bei der Präsidentschaftswahl Anfang August und die Unterdrückung friedlicher Proteste kritisiert.

Er setze darauf, dass die Menschen in Belarus "Wege für eine friedliche Lösung der Krise finden, um gemeinsam eine gute Zukunft für das Land zu gestalten", sagte der Kirchenpräsident. Er hoffe auch auf ein "Ende der Repressionen und auf neue vertrauensbildende Maßnahmen, um die derzeitige Spaltung innerhalb der Gesellschaft zu überwinden". Jung dankte ausdrücklich den Geistlichen aller Kirchen und Religionsgemeinschaften in Belarus, "die sich in dieser schwierigen Zeit klar und deutlich gegen die Anwendung von Gewalt sowie für einen konstruktiven Dialog und Versöhnung aussprechen".

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