Kirche und Diakonie: Pflegekräfte mehr würdigen

Diakonie-Präsident Lilie fordert finanzielle Anerkennung für Pflegekräfte

© epd-bild / Jens Schulze

Svenja Dankers ist Altenpflegerin im Johannisheim, das zur Diakonie gehört. Die Belastung während der Corona Pandemie ist noch höher als sonst, nicht nur wegen Todesfällen, die es auch in dieser Einrichtung in Stade gab. Diakonie-Präsident Lilie fordert finanzielle Anerkennung für Pflegekräfte.

Kirche und Diakonie: Pflegekräfte mehr würdigen
Zum Internationalen Tag der Pflege am Dienstag haben sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Diakonie für eine bessere Bezahlung der Fachkräfte ausgesprochen. "Diese Alltagsheldinnen, die sich mit großem Aufwand um unsere Schwachen und Alten kümmern, müssen auf Dauer mehr bekommen", sagte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie am Montag in Berlin.

Die Corona-Krise hat noch einmal überdeutlich gemacht, wie wichtig der Pflegeberuf ist", sagte Lilie. Die Branche brauche dauerhaft bessere Rahmenbedingungen. "Klatschen ist gut, ein zukunftsfähiger Umbau der Pflegeversicherung ist besser", betonte der Diakonie-Präsident.

"Die Erfahrungen mit der Krise müssen zu einem Umdenken führen, was für unsere Zukunft wirklich wichtig ist", sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm. Die Leistung für den Nächsten müsse künftig stärker honoriert werden.

"Einmalige Zahlungen wie eine steuerfreie Prämie sind ein wichtiges Signal, aber das reicht auf Dauer nicht. Die Sozialsysteme müssen mit mehr Geld ausgestattet werden", erläuterte Lilie. Eine gute Bezahlung sei die Grundlage dafür, auch weiterhin gutes und engagiertes Personal zu finden: "Immer mehr Menschen werden immer älter, und es gibt immer weniger Pflegerinnen und Pfleger." Die Gesellschaft stehe vor einer sozialen Jahrhundertaufgabe.

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