Diakonie-Chef sieht Kommunen bei Zusammenhalt besonders gefordert

Diakonie-Chef sieht Kommunen bei Zusammenhalt besonders gefordert

Diakoniepräsident Ulrich Lilie sieht angesichts zunehmender Unterschiede in der Gesellschaft eine besondere Rolle der Kommunen für den Zusammenhalt. Wenn nicht mehr ein gemeinsamer Glaube, eine politische Überzeugung oder eine Zugehörigkeit zur Mitte der Gesellschaft verbinde, müssten alle Akteure daran mitarbeiten, was künftig verbinden solle, sagte Lilie am Montag in Bielefeld.

Kommunen seien die konkreten unmittelbaren Lebens- und Wohnumfelder der immer verschiedener werdenden Menschen, daher spielten sie eine immer wichtigere Rolle. Die Bundesrepublik verändere sich aktuell mit großer Geschwindigkeit von einer mehr oder weniger homogenen und sozial ausgeglichenen Gesellschaft zu einer multiethnischen, multireligiösen sowie sozial ungleicher und immer älter werdenden Gesellschaft.

Kitas, Schulen und Bildungseinrichtungen sowie Erwachsenenbildung seien wichtig für das Einüben des demokratischen Zusammenlebens, sagte Lilie. Ein demokratisches Zusammenleben gebe es ebenso an diakonischen Orten und in den Kirchengemeinden, die sich für Zusammenhalt und Zugehörigkeit engagierten, unterstrich der Diakonie-Chef auf einer Fachtagung der Universität Bielefeld über den Zusammenhalt der Gesellschaft.

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