Hohenzollerngruft im Berliner Dom wird saniert

Särge in der Hohenzollerngruft im Berliner Dom.

© epd-bild/Rolf Zoellner

Die Hohenzoller-Gruft wird für 18,6 Millionen Euro saniert.

Hohenzollerngruft im Berliner Dom wird saniert
Die Hohenzollerngruft im Berliner Dom wird ab März für drei Jahre geschlossen und saniert. Die Kosten lägen voraussichtlich bei rund 18,6 Millionen Euro, sagte eine Sprecherin der Domgemeinde dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin.

Mit Fördermitteln der Cornelsen Kulturstiftung, des Landes Berlin und des Bundes werde die Grablege zu einem würdevollen Ort der Totenruhe umgestaltet. Der Dom und die Gruft würden zudem barrierefrei zugänglich gemacht. Der Berliner Dom gehört zur evangelischen Kirche.

Die 1905 errichtete Hohenzollerngruft soll den Angaben zufolge auch einen eigenen Ausstellungsbereich bekommen. Die Gruft, in der unter anderem der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1640-1688), der preußische König Friedrich I. (1657-1713) und seine Ehefrau Königin Sophie Charlotte (1668-1705) bestattet sind, gehört der Domgemeinde zufolge zu den wichtigsten Grablegen Europas.

Die Geschichte der Hohenzollerngruft sei wie die des Domes von Umzügen und Abrissen geprägt, hieß es. Kurfürst Joachim II. (1505-1571) habe im 16. Jahrhundert die Gewölbe unter der ehemaligen Dominikanerkirche am Berliner Schlossplatz zur Grablege seiner Familie bestimmt und um 1542 die Gebeine seines Vaters und seines Großvaters in die neue Domgruft überführen lassen.

Etwa 200 Jahre später ließ Friedrich der Große (1712-1786) die Dominikanerkirche samt Gruft abreißen und auf der anderen Seite des Lustgartens neu errichten. Ende 1749 wurden dann 51 Särge in die neue Gruft umgebettet. 1893 wurde der Dom erneut abgerissen und durch ein neues Bauwerk ersetzt. Der neue Dom wurde 1905 eingeweiht.

 

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