"Infoportal Kirchenland" für mehr biologische Vielfalt

Blühstreifen für Insekten am Feldrand  fördern biologische Artenvielfalt in der Nordkirche.

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Das "Infoportal Kirchenland" gibt Kirchengemeinden der evangelischen Nordkirche Empfehlungen, wie sie ihre Flächen landwirtschaftlich so nutzen, dass es der biologischen Artenvielfalt nutzt. Dabei sind Blühstreifen für Insekten am Feldrand nur ein kleiner Beitrag.

"Infoportal Kirchenland" für mehr biologische Vielfalt
Eine Internetseite informiert seit Montag darüber, wie Kirchenland im Bereich der evangelischen Nordkirche landwirtschaftlich so genutzt werden kann, dass es der biologischen Artenvielfalt nutzt. Das "Infoportal Kirchenland" wurde entwickelt von der Greifswalder Michael Succow Stiftung gemeinsam mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der Nordkirche und dem Bundesamt für Naturschutz, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von Stiftung und Bundesamt.

Die Nordkirche trage mit ihren rund 58.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche eine bedeutende Verantwortung für den Erhalt der agrarisch geprägten Biodiversität, sagte Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt. Sie könne direkt Einfluss darauf nehmen, wie ihr Land bewirtschaftet wird.

Ein Beispiel bietet die Kirchengemeinde Kasnevitz auf Rügen für eine schöpfungsbewahrende Landwirtschaft. Anlass für eine intensive Diskussion im Kirchengemeinderat (KGR) über die Verantwortung der Gemeinde für die Art der Landwirtschaft auf ihren eigenen Flächen, war das Genehmigungsverfahren für die Gaspipeline Nord Stream 2 im Jahr 2017 führt durch die Ostsee. Ein Teil des Kirchenlandes der Kirchengemeinde Kasnevitz gehörte zum Planungsgebiet. Letztendlich hat der Investor seinen Plan zurückgezogen

Beispielsweise könnten in Pachtverträgen naturverträgliche Bewirtschaftungsmethoden wie nutzungsfreie Pufferzonen, der Verzicht auf bestimmte Herbizide oder das Anlegen von Feldgehölzen und Blühstreifen verankert werden, hieß es. Auf der Webseite würden bewährte Praxisbeispiele aufgeführt. Zudem werde über die aktuelle Verpachtungspraxis informiert.

 

Das Informationsangebot richte sich derzeit vorrangig an Akteure der Nordkirche, den überwiegenden Teil könnten aber auch bundesweite Nutzer verwenden.

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