Mahnwache am Anschlagsort in Halle

Gedenken an der Synagoge für die Opfer des antisemitischen Anschlags.

© Jan Woitas/dpa

Katrin Göring-Eckardt, Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, gedachte vor der Synagoge der Opfer. Auch der sachsen-anhaltische SPD-Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby und die Linken-Politikerin Petra Sitte nahmen teil.

Mahnwache am Anschlagsort in Halle

Halle (epd). Am Donnerstagvormittag fand eine Mahnwache an der Synagoge statt, an der unter anderem Grünen-Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt, der sachsen-anhaltische SPD-Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby und die Linken-Politikerin Petra Sitte teilnahmen. Zahlreiche Menschen legten Blumen am Anschlagsort nieder und entzündeten Kerzen.

Karamba Diaby (SPD), Bundestagsabgeordnetert vor der Synagoge in Halle.

Im Tagesverlauf wollten auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) den Tatort an der Synagoge besuchen und mit Vertretern der jüdischen Gemeinde sowie dem Vorsitzenden Max Privorozki sprechen. Begleitet wird der Bundespräsident vom israelischen Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, sowie vom Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster.

Im sachsen-anhaltischen Halle waren am Mittwoch nach Polizeiangaben während eines Gottesdienstes zum jüdischen Feiertag Jom Kippur in der Nähe einer Synagoge zwei Menschen erschossen worden. Am frühen Nachmittag wurde ein Verdächtiger festgenommen. Laut Innenminister Seehofer ist von einem antisemitischen Motiv und einem rechtsextremistischen Hintergrund auszugehen.

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