Bedford-Strohm: "An eine Partei kann man nicht glauben"

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.

© epd-bild/Jürgen Blume

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland Heinrich Bedford-Strohm setzt sich ein für eine Lösung über die Abschiebelisten für zum christlichen Glauben konvertierte Muslime.

Bedford-Strohm: "An eine Partei kann man nicht glauben"
Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm warnt davor, den Glauben parteipolitisch zu instrumentalisieren.

"An eine Partei kann man nicht glauben, sondern nur an Jesus Christus, und aus diesem Glauben heraus kann man sich in Parteien engagieren", sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei einem Vortrag zum Thema "Warum Glaube politisch ist" am Montagabend in Bayreuth. Dies wiederum könne aber Ausdruck eines aus dem Glauben kommenden Engagements fürs Gemeinwesen sein.

Wie sehr politische Entscheidungen in Deutschland die Lebenssituation von Menschen in anderen Teilen der Welt beeinflussen, zeige sich für Bedford-Strohm vor allem in der aktuellen Flüchtlingspolitik. Es gelte, beharrlich an Lösungen dafür zu arbeiten, dass diese Menschen in Würde leben können. Zudem kritisierte der Landesbischof Abschiebelisten, auf denen zu oft Menschen stünden, die dort nicht hingehörten: Nicht zuletzt für zum christlichen Glauben konvertierten Muslime brauche es eine Regelung über die Einzelfälle hinaus, forderte Bedford-Strohm.

Auch im Bereich des Klimawandels, in der Frage nach Waffenexporten in Kriegsgebiete sowie in den Bemühungen um fairen Handel zeige sich, wie sich politische Entscheidungen auf das Leben von Menschen in anderen Ländern auswirken.

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