Görlitzer Peterskirche bekommt Graffiti-Kunst von MadC

Graffiti Kunstwerke für Kirchtürme der evangelischen Görlitzer Peterskirche geschaffen.

© imago/Becker&Bredel

Kunst der Berliner Künstlerin MadC an einer Fassade neben dem Saarländischen Landtag. Nun hat sie gemeinsam mit Görlitzer Schülern fünf gewaltige Graffiti-Kunstwerke für die beiden Kirchtürme der evangelischen Görlitzer Peterskirche geschaffen.

Görlitzer Peterskirche bekommt Graffiti-Kunst von MadC
Die Türme der evangelischen Görlitzer Peterskirche werden zum Kunstprojekt: Die international renommierte Streetart-Künstlerin MadC habe gemeinsam mit Görlitzer Schülern fünf gewaltige Graffiti-Kunstwerke für die beiden Kirchtürme geschaffen, teilte die sächsische Staatskanzlei am Montag in Dresden mit. Sie sollen am Donnerstag von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und der Künstlerin enthüllt und bis zum Herbst gezeigt werden. Auftraggeber ist das Land Sachsen. Die Kunstaktion ist Teil der Marketing-Kampagne des Bundeslandes unter dem Motto "So geht sächsisch".

Die aus Bautzen stammende Graffiti-Künstlerin MadC, die 38-jährige Grafikdesignerin Claudia Walde, hat in Halle und London studiert. Sie wird von Galerien unter anderem in Zürich, Paris und New York vertreten.

Die als Peterskirche bekannte Kirche St. Peter und Paul ist die Görlitzer Stadtpfarrkirche. Die spätgotische Hallenkirche wurde im 15. Jahrhundert errichtet. Gemeindegottesdienst wurden in Görlitz nach Angaben der Kirchengemeinde bis 1691 nur dort gefeiert. Die beiden neogotischen Kirchtürme wurden erst zwischen 1890 und 1892 gebaut.

Die heutige barocke Ausstattung der Hauptkirche stammt mehrheitlich aus der Zeit nach dem Brand von 1691, der große Teile der Stadt zerstörte und auch die frühere Kircheneinrichtung vernichtete. Zum barocken Inventar gehören den Angaben zufolge unter anderem drei Beichtstühle, eine vergoldete Kanzel aus Sandstein von 1693 und ein Hochaltar von 1695.