Der "Wort zum Sonntag"-Fragebogen: Stefanie Schardien

Stefanie Schardien

© epd-bild/ARD/BR/Markus Konvalin

Die evangelischen Pfarrerinnen Stefanie Schardien wird am 11. Mai 2019 zum ersten Mal als neue Sprecherin in der ARD-Sendung "Das Wort zum Sonntag" im Einsatz sein.

Der "Wort zum Sonntag"-Fragebogen: Stefanie Schardien
Lernen Sie die evangelischen Sprecherinnen und Sprecher des "Wortes zum Sonntag" kennen! Vom Wort zum Montag über die Lieblingsmusik bis zum perfekten Sonntag: Persönliche Antworten von Stefanie Schardien im evangelisch.de-Fragebogen-Porträt.

Hätten Sie spontan ein Wort zum Montag parat?

Frauen haben ja für gewöhnlich immer mindestens ein Wort parat... Und natürlich hoffe ich, dass das Wort zum Sonntag im besten Falle auch noch am Montag trägt.

Was macht Ihrer Meinung nach eine gute Predigt aus?

Der eine gute Gedanke, der von Gott erzählt und der Gemeinde in Ohr und Herz bleibt.

Was tun Sie gegen Lampenfieber?

Nichts. Ich bin eher beunruhigt, wenn ich vor Auftritten oder Aufnahmen keines spüre.

Wen stellen Sie sich vor, wenn Sie in die Kamera schauen?

Menschen, die mir wichtig sind.

Welche Sendungen schauen Sie sich an, außer dem "Wort zum Sonntag" natürlich?

Je dominanter das große Rauschen vermeintlicher Neuigkeiten in den sozialen Medien und Internetforen wird, desto wichtiger sind mir die Nachrichten der öffentlich-rechtlichen Sender geworden.

Welches Buch, außer der Bibel, spielt eine bedeutende Rolle in Ihrem Leben?

Mein theologisches Denken haben im Besonderen Bonhoeffers Schriften und vor allem seine Ethik geprägt. Ansonsten gilt wohl: In jeder Lebensphase sind mir neue Bücher ans Herz gewachsen, von Momo in der Kindheit bis zu Lieblingsromanen des letzten Jahres, wie Maja Lundes Erzählungen oder "Abschlussball" von Jess Jochimsen.

Bildergalerie

Die evangelischen "Wort zum Sonntag"-Sprecher*innen

Ilka Sobottke

Foto: ARD/SWR/Patricia Neligan

Ilka Sobottke

Foto: ARD/SWR/Patricia Neligan

Ilka Sobottke ist die neue evangelische Sprecherin aus Mannheim, die am 23. März 2019 ihr erstes Wort zum Sonntag gesprochen hat. Die Pfarrerin studierte in Heidelberg und Rom. Ihr Vikariat absolvierte sie im Hochschwarzwald und in Neapel. Ilka Sobottke ist seit 1999 Pfarrerin in Mannheim, Studierendenpfarrerin und CityKirchenpfarrerin. Außerdem ist sie seitdem bei SWR3 als Rundfunkpfarrerin präsent. Seit 2011 ist sie mitverantwortliche Leiterin der CityKirchenKonferenz.

Stefanie Schardien

Foto: ARD/BR/Markus Konvalin

Stefanie Schardien ist seit dem Jahr 2019 neue Sprecherin. Die Pfarrerin aus Fürth wird am 20. April 2019 ihr erstes Wort zum Sonntag sprechen.
Sie wuchs im Ruhrgebiet auf.Studium und Beruf führten sie von Bochum nach Toronto, Hildesheim und Nürnberg. Als Pfarrerin der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern arbeitet sie seit 2016 im Team der Kirchengemeinde St. Michael in der Fürther Altstadt.

Annette Behnken

Foto: ARD/privat

Annette Behnken spricht seit dem Jahr 2013 das Wort zum Sonntag.Die evangelische Pfarrerin stammt aus Wennigsen in Niedersachsen. Sie wurde 1969 in Bielefeld geboren, absolvierte ihr Theologiestudium in Göttingen und ihr Vikariat in Hildesheim. Annette Behnken ist Studienleiterin der Akademie Loccum für religiöse Praxis in der Gegenwartskultur. Sie ist Mutter zweier Töchter.

Christian Rommert

Foto: ARD/Wolfgang Wedel

Christian Rommert ist seit 2016 Sprecher im Wort-zum-Sonntag-Team. Er ist Pastor im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG). Er wurde 1974 in Eisenach geboren. Sein Theologiestudium absolvierte er in Hamburg und in Elstal bei Berlin.

Er arbeitete neun Jahre als Pastor in der Immanuelskirche Bochum und sechs Jahre als Geschäftsführer des Gemeindejugendwerkes des BEFG in Elstal. Inzwischen lebt er wieder im Ruhrgebiet und engagiert sich als Redner, Autor und Initiator kirchlicher Kampagnen. Er koordiniert die Initiative "Bunte Gemeinde: Staunen über Christus im Anderen" im BEFG – eine Kampagne, die die Gemeinden des BEFG zu Vielfalt und einer gelebten Willkommenskultur einlädt.

Ihr liebstes Bibelwort:

Im Moment Galater, 3,28: Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.

Welche Musik mögen Sie?

Je nach Stimmung und Lebenslage ganz unterschiedlich: In der Kirche liebe ich mal Bach, mal Gospel, beim Predigtschreiben Jazz. Selbst singe ich gern Barbershop und tanze mit den Kindern in der Küche stets zum Kiraka. Und bei der Musik-Suche für die Evangelischen Morgenfeiern im BR gefallen mir besonders Singer- und Songwriter, in deren Texten für mich Glaubensthemen anklingen.

Auf wen würden Sie gerne mal eine Laudatio halten?

Am liebsten auf jene, die sonst nie eine bekommen würden: So oft begegnen mir Menschen, die sich enorm engagieren, die unsere Gemeinden oder Städte zu liebens- und lebenswerten Fleckchen Erde machen.

Wem möchten Sie besser niemals begegnen?

Mir fällt selbst nach längerem Nachdenken niemand ein. Auch an die vielleicht unangenehmsten Personen der Geschichte oder Zeitgenossen hätte ich Fragen.

Und wo haben Sie zuletzt Gott angetroffen?

Das war erst letzte Woche, in der Trauerhalle auf dem Friedhof. Wenn ich mich nicht getäuscht hab, saß Gott direkt neben der Tochter der Verstorbenen und hatte den Arm um sie gelegt. Gott ist da gewesen, wo er immer besonders ist: an der Seite der Leidenden und Trauernden.

Welches ist Ihre allererste Erinnerung an das "Wort zum Sonntag"?

Dunkel erinnere ich mich, als Kind nach der langen Samstagabend-Show nicht gleich einschlafen zu können. Wenn ich dann ins Wohnzimmer zurückgeschlichen bin, sah ich die ernsthaften Sprecherinnen und Sprecher mit dem Wort zum Sonntag - und wusste gleich: Jetzt ist wirklich Schluss mit lustig. Ab ins Bett.

Worüber haben Sie sich zuletzt so richtig geärgert?

Über die zunehmende gesellschaftliche Tendenz zum Nörgeln, Beschweren und Meckern - und das bei so vielen offensichtlich ohne Not. Natürlich darf und muss auf Missstände hingewiesen werden. Ich wünsche mir aber, dass solche pauschalen Rundumschläge in alle Richtungen aufhören, der Ton freundlicher wird und jeder, der kritisiert, sich auch selbst engagiert.

Und worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?

1. In einer Fortbildung beim Film "Away we go". 2. In einem Trauergespräch beim gemeinsamen Erinnern. 3. Über die Witze der Kinder - am herrlichsten mit nachgelieferten ausgiebigen Erläuterungen zur Pointe.

Wie sieht für Sie ein perfekter Sonntag aus?

Er beginnt mit einem ernstzunehmenden Kaffee und einem guten Gottesdienst und lässt mich abends mit dem Gefühl einschlafen, dass es kein Alltag war.