Dabrock hofft auf internationale Ethikstandards zur Digitalisierung

Portraitfoto von Peter Dabrock, evangelischer Theologe und Professor fuer Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik an der Friedrich-Alexander-Universitaet Erlangen-Nuernberg, Vorsitzender des Deutschen Ethikrats seit 2016

Peter Roggenthin/epd-bild

Peter Dabrock, evangelischer Theologe und Professor für Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik an der Friedrich-Alexander-Universitaet Erlangen-Nürnberg

Dabrock hofft auf internationale Ethikstandards zur Digitalisierung
Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, hält im Umgang mit künstlicher Intelligenz und digitalen Daten internationale Standards für unumgänglich.
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Der evangelische Theologe sagte zu Beginn einer öffentlichen Tagung der Datenethikkommission in Berlin, nur wenn auf internationaler Ebene auf Selbstbestimmung, Freiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit in der digitalen Welt gepocht werde, sei es am Ende möglich, Standards gegen die ungeheure Marktmacht sowohl der USA als auch Chinas zu entwickeln.

Dabrock verwies darauf, dass Japan beim nächsten G20-Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer die Digitalisierung in den Fokus nehmen wolle. Er sei gespannt, ob der Gipfel dann tatsächlich die Weltenwende im Umgang mit dem Thema bringen werde. Der Ethikratsvorsitzende fügte hinzu, dass der Oxforder Philosoph Luciano Floridi eine treffende Charakterisierung der aktuellen Epoche mit dem Begriff "Onlife" gefunden habe. Dieser mache deutlich, dass man in der heutigen Zeit gar nicht mehr zwischen online und offline unterscheiden könne. Offline sei inzwischen nichts anderes als ein avantgardistischer Lebensstil.

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