Festgottesdienst zu 100 Jahren Weimarer Republik

Herderkirche in Weimar

Foto: epd-bild/Maik Schuck

Außenansicht Stadtkirche St. Peter und Paul in Weimar, besser bekannt als "Herderkirche".

Festgottesdienst zu 100 Jahren Weimarer Republik
Mit einem ökumenischen Gottesdienst beginnen am 6. Februar die Feierlichkeiten zum 100. Jubiläum der Weimarer Reichsverfassung in der Klassikerstadt.

Der Gottesdienst mit Ilse Junkermann, Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, und Ulrich Neymeyr, Bischof des Bistums Erfurt, beginnt um 12.30 Uhr in der Herderkirche in Weimar, teilte die mitteldeutsche Kirche mit. Der Gottesdienst wird live im MDR-Fernsehen übertragen.

Ein Gottesdienst in der Stadtkirche St. Peter und Paul - besser bekannt als Herderkirche - war auch am 6. Februar 1919 Auftakt für die Zusammenkunft der gerade gewählten Nationalversammlung, die nach der Novemberrevolution in Berlin vorübergehend im Weimarer Nationaltheater tagte. Das Parlament beschloss dort am 31. Juli die erste demokratische Verfassung für Deutschland. Die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen wird deshalb auch als Weimarer Republik bezeichnet.

Gemeinsame Predigt

100 Jahre später werden neben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch die Spitzen der anderen Verfassungsorgane - Bundestag, Bundesrat und Bundesverfassungsgericht - zum Festgottesdienst und einem anschließenden Festakt in der Klassikerstadt erwartet. Sie feiern den Gottesdienst gemeinsam mit Politikern von Bund, Freistaat und Stadt sowie mit Vertretern der Kirchen und der anderen Religionsgemeinschaften. Im Mittelpunkt steht wie vor 100 Jahren das Bibelwort des Propheten Jeremia "Ich gebe euch Hoffnung und Zukunft".

Die beiden Bischöfe wollen dabei gemeinsam predigen, die liturgische Leitung wird in den Händen von Weimars Superintendenten Henrich Herbst liegen. Für die musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes sorgen die Evangelische Singschule Weimar unter Leitung von Johannes Kleinjung sowie der Erfurter Domorganist Silvius von Kessel.

Meldungen

aus dem chrismonshop

Choral:gut!
Es war Martin Luther, der den Choral populär gemacht hat. Er ließ die Lieder auf Flugblätter drucken und verteilte sie ans Volk. So entstand Gemeinschaft durch gemeinsames...