"Sea Watch 3" erreicht italienische Gewässer

"Sea Watch 3" erreicht italienische Gewässer
Ein Schiff der Hilfsorganisation "Sea Watch" mit 47 im Mittelmeer geretteten Flüchtlingen an Bord hat italienische Gewässer erreicht. Zuvor hatte die "Sea Watch 3" wegen drohenden Sturms einen Ankerplatz im Hafen von Syrakus in Sizilien zugewiesen bekommen.

Die Staatsanwaltschaft von Catania forderte unterdessen laut einem Bericht der römischen Tageszeitung "La Repubblica" (Samstag), die acht unbegleiteten Minderjährigen an Bord in Italien an Land zu lassen.

Die unter niederländischer Flagge fahrende "Sea Watch 3" hatte die Flüchtlinge vor einer Woche in libyschen Gewässern aus Seenot gerettet. Malta und Italien weigern sich seither, die Geretteten an Land gehen zu lassen.

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Für ihren "mutigen Einsatz" hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, den zivilen Seenotrettern im Mittelmeer gedankt. "Sie nehmen eine Verantwortung wahr, die wir alle gemeinsam haben."
Heinrich Bedford-Strohm in der Flussschifferkirche in Hamburg am 03.12.19 zur Spendensammlung für ein Seenotrettungsschiff
Mit dem Aufruf, die Seenotrettung im Mittelmeer zu unterstützen, hat sich der EKD-Ratsvorsitzende, Heinrich Bedford-Strohm, für das Bündnis United4Rescue eingesetzt. Stellvertretend wurde ihm eine Auszeichnung der Kreativbranche gewidmet.


Der italienische Innenminister und stellvertretende Ministerpräsident Matteo Salvini forderte unterdessen die niederländische Regierung auf, sich um den Fall zu kümmern, da das Schiff unter niederländischer Flagge fahre.