Kirchen-Kunstwerk findet neue Heimat in Afrika

St. Petrus Neu-Ulm gibt Wandteppich ab.

© Hans/pixabay

Der Wandteppich hing mehr als zwanzig Jahre lang in der Altarnische von St. Petrus Neu-Ulm.

Kirchen-Kunstwerk findet neue Heimat in Afrika
Ein Kunstwerk, das in der evangelischen Kirchengemeinde St. Petrus in Neu-Ulm nicht mehr aufgehängt werden durfte, hat eine neue Heimat gefunden - mehr als 6000 Kilometer entfernt in der kenianischen Hauptstadt Nairobi.

Der etwa sechs mal einen Meter große Wandteppich der koreanischen Künstlerin Heiyoung Ahn werde bald in der Kirche der deutschsprachigen "Evangelical Lutheran Congregation" in Nairobi hängen, sagte der evangelische Pfarrer Johannes Löffler dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Löffler ist derzeit für die bayerische evangelische Landeskirche in Nairobi tätig. Er war zuvor Klinikseelsorger in Günzburg. Nun holte er das Kunstwerk mit dem Titel "Der Geist Gottes schwebt über den Wassern" eigenhändig ab. Zuvor hing der Teppich mehr als zwanzig Jahre lang in der Altarnische von St. Petrus. Nach der Sanierung der Kirche durfte er aber nicht mehr aufgehängt werden, weil die Gemeinde es bei der Anschaffung versäumt hatte, eine Genehmigung für die Anbringung des Teppichs beim evangelischen Landeskirchenamt in München einzuholen.

Nun verschenkte sie den Teppich an die kenianische Gemeinde. Solche Kunstgegenstände seien "in kenianischen lutherischen Kirchen selten, was zum Großteil an den Anschaffungskosten liegt", betonte Löffler. Der Wandbehang stelle daher in der kenianischen Hauptstadt eine große Ausnahme dar "und kann andere Gemeinden ermutigen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten über die künstlerische Ausgestaltung ihrer Kirchen nachzudenken", meinte der Pfarrer.