Union Evangelischer Kirchen nimmt in Würzburg Beratungen auf

Christian Schad

Foto: epd-bild/Norbert Neetz

Der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad spricht sich für die Bewahrung konfessioneller Unterschiede in der evangelischen Kirche aus.

Zu Beginn der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) hat ihr Vorsitzender, der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad, sich für die Bewahrung konfessioneller Unterschiede in der evangelischen Kirche ausgesprochen.

"Unterschiede zwischen den evangelischen Konfessionen dürfen und sollen bestehen bleiben", sagte Schad am Freitag in Würzburg. Sie hätten aber keinen kirchentrennenden Charakter. Mit Blick auf die Ökumene stimme es ihn zuversichtlich, dass dieses Modell kirchlicher Einheit mittlerweile auch seitens der katholischen Kirche Interesse und Respekt erfahre.

Schad verwies in seinem Bericht auf zwei Projekte, an denen die UEK beteiligt ist. Am 1. Advent tritt die neue Perikopenordnung - eine Sammlung biblischer Texte für den Gottesdienst - inkraft. Die UEK gibt zusammen mit der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) das Lektionar heraus. Außerdem kündigte Schad an, dass im kommenden Jahr die liturgische Handreichung der UEK zur Segnung beziehungsweise Trauung von Ehepaaren gleichen Geschlechts erscheinen werde.

Die UEK ist ein Zusammenschluss von zwölf Landeskirchen unierten, reformierten und lutherischen Bekenntnisses. Die Vollkonferenz ist das höchste Gremium der UEK. Sie tagt zeitlich und örtlich parallel mit der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die am Sonntag in Würzburg beginnt. Noch bis Samstag berät die UEK über das Thema "Jugend und Glaube".