Kirche wirbt für Reformationstag 2018

Am 31. Oktober gibt es Gottesdienste, kulturelle Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen, die für denReformationstag werben.

© epd-bild / Steffen Schellhorn

Spektakulär in Szene gesetzt: die Martin Luther Statue in Wittenberg. Auch dieses Jahr gibt es am 31. Oktober Gottesdienste, kulturelle Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen, die für denReformationstag werben.

Kirche wirbt für Reformationstag 2018
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) wirbt für den Reformationstag 2018: Bundesweit gebe es am 31. Oktober Gottesdienste, kulturelle Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen, erklärte ein EKD-Sprecher am Donnerstag in Hannover.

Als neuer Feiertag im Norden und mit einer Vielzahl von Aktionen überall in Deutschland unterstreiche der Reformationstag seine gewachsene öffentliche Bedeutung. 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht, die er der Überlieferung nach am 31. Oktober an die Tür der Wittenberger Schlosskirche nagelte. Der Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte. 

In den vier norddeutschen Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen freuten sich die Menschen am 31. Oktober 2018 über einen neuen Feiertag, hieß es weiter. In Hamburg finde in der Hauptkirche St. Petri ein ökumenischer Gottesdienst mit Bischöfin Kirsten Fehrs und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen statt. Verschiedene christliche Konfessionen wollten damit ein ökumenisches Zeichen setzen.

Zum Thema Reformation und Judentum sprechen der hannoversche Landsbischof Ralf Meister und Rabbiner Gábor Lengyel in der Marktkirche in Hannover. In der Bremer Innenstadt gibt es ein buntes Programm zum Reformationstag. Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, wird am 31. Oktober in der Schlosskirche in Wittenberg zu einer Predigt erwartet.



Mit einer "Flugschrift" zum Reformationstag 2018 wendet sich die EKD an Kirchenmitglieder und an eine breite Öffentlichkeit. Das Magazin soll Anregungen geben, wie Gemeinden den Tag der Reformation gestalten können. Zur "ChurchNight" werden zum Reformationstag auch in diesem Jahr bundesweit Zehntausende junge Menschen erwartet. Unter dem Slogan "Hell.wach.evangelisch" befassten sich die Teilnehmer mit Kernbotschaften der Reformation, teilte das Evangelische Jugendwerk in Württemberg am Donnerstag in Stuttgart mit. Ein Jahr nach dem 500. Reformationsjubiläum sollen Themen wie Gnade, Freiheit und Bibel erneut ins Gedächtnis gerufen werden. Veranstalter an verschiedenen Orten planen deshalb eine "500+1-Party", Kirchenkonzerte, Filmnächte oder bunte Kinder-Spiel-Stationen.

Seit 2006 gibt es die "ChurchNight" im deutschsprachigen Raum. Sie wurde nach EJW-Angaben nicht als Alternative zu Halloween gegründet, sondern zur Erprobung neuer Gottesdienstformen für Jugendliche und zur Wiederbelebung des Reformationstags.

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