Konferenz Diakonie und Entwicklung mit Gottesdienst eröffnet

Konferenz Diakonie und Entwicklung

Foto: epd-bild/Rolf Zöllner

Zur Eröffnung der Konferenz Diakonie und Entwicklung predigte der Berliner Bischof Markus Dröge in der Kirche St. Simeon.

Konferenz Diakonie und Entwicklung mit Gottesdienst eröffnet
Zur Eröffnung der Konferenz Diakonie und Entwicklung hat der Berliner Bischof Markus Dröge an den Auftrag kirchlicher Wohlfahrtsorganisationen erinnert. In seiner Predigt in der Berliner Kirche St. Simeon nannte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am Mittwoch die Trias aus Gerechtigkeit, Freundlichkeit und Aufmerksamkeit.

Dabei gelte es in der jetzigen Zeit, die demokratischen Instrumente einer freien und gerechten Gesellschaft so krisenfest zu machen, dass sie populistischen Bewegungen Stand hielten und weiter ein gutes Leben für alle Menschen ermöglichten.

Dröge erinnerte in seiner Predigt daran, dass vielen Menschen in der Gesellschaft soziale Gerechtigkeit vorenthalten sei. "Wir dürfen nicht darin nachlassen, das Recht auf Nahrung, auf Bildung, auf Gesundheitsversorgung, auf Heimat, auf körperliche und seelische Unversehrtheit, auf Inklusion für alle Menschen im Blick zu behalten", appellierte er an die Konferenzteilnehmer. Menschenrecht und Menschenwürde seien zugleich der Schlüssel dazu, die Demokratie zukunftsfähig zu machen, fügte er hinzu: "Es ist unsere Aufgabe, unermüdlich die Stimme der Gerechtigkeit zu erheben und dem Schrei der Entrechteten ein Echo zu geben."

Mehr zu Diakonie
Dementer Senior mit Spaziegängerin im Park
Das Ehrenamt ist im Wandel: Menschen wollen sich engagieren, haben aber oft wenig Zeit dafür. Die Stadt Ulm und auch die Diakonie gehen deshalb neue Wege mit Angeboten für Kurzzeit-Engagements.
Frederika Hölscher ist bei Marco Spindler vom Diakonischen Werk Leine-Solling zu Besuch und spricht mit ihm über das immer größer werdende Problem der Altersarmut.


Recht sei jedoch nicht alles: "Menschenfreundlichkeit, Nächstenliebe, Güte, Barmherzigkeit erst machen das Leben lebenswert". Güte setze das Recht nicht außer Kraft, aber sie überschreite seine Grenzen. Konkret bedeute dies, dass die Gesetze der Marktwirtschaft sozial flankiert werden müssten. "Recht und Ordnung müssen durch den Sozialstaat ergänzt werden, der es auch denen ermöglicht, menschenwürdig zu leben, die nicht mit Erfolg gesegnet sind", mahnte der Berliner Bischof.

Die Konferenz Diakonie und Entwicklung ist das höchste beschlussfassende Gremium des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung, zu dem die Diakonie Deutschland, "Brot für die Welt" und die Diakonie Katastrophenhilfe gehören. Die 112 Delegierten werden sich auf ihrer Konferenz bis Donnerstag unter anderem mit der Zukunft der Demokratie und der Rolle der Zivilgesellschaft befassen. Außerdem stehen verschiedene Berichte, der Jahresabschluss des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung 2017 sowie der Wirtschaftsplan 2019 auf der Tagesordnung.