US-Pastor bleibt in der Türkei unter Hausarrest

Pastor Andrew Brunson

Emre Tazegul/AP/dpa

Der US-amerikanische Pastor Andrew Brunson bleibt in der Türkei vorerst unter Hausarrest.

Der US-amerikanische Pastor Andrew Brunson bleibt in der Türkei vorerst unter Hausarrest. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch berichtete, wies ein türkisches Gericht in Izmir einen Antrag des Theologen auf Freilassung und Aufhebung der Ausreisesperre zurück.

Brunson wurde im Oktober 2016 festgenommen. Ihm werden Spionage und die Unterstützung terroristischer Organisationen vorgeworfen. Ende Juli hat ein Gericht seine Untersuchungshaft in Hausarrest umgewandelt. Der Fall ist der Grund für den heftigen Streit zwischen Ankara und Washington. US-Präsident Donald Trump verhängte zuletzt Sanktionen gegen die Türkei, woraufhin der Kurs der ohnehin schwachen türkischen Lira deutlich einbrach. 

Der Pastor aus North Carolina lebte und arbeitete seit rund zwei Jahrzehnten in der Türkei und betreute eine Gemeinde in Izmir. Brunson gehört den nach eigenen Angaben 600 Gemeinden und ungefähr 145.000 Mitgliedern zählenden "Evangelikalen Presbyterianischen Kirchen" an. Der 1981 gegründete Kirchenzusammenschluss beruft sich insbesondere auf die Theologie des Reformators Johannes Calvin. Die Kirchen betreiben ein "Weltmissionsprogramm".