Aktionen zum "Day Orange" erinnern an ertrunkene Flüchtlinge

Zur Unterstützung von privaten Seenotrettungsinitiativen die Flüchtende und Migranten aus seeuntuechtigen Booten retten gab es die Aktion "DayOrange - Seebrück schafft sichere Häfen".

Foto: Fritz Engel/laif

Beim "Day Orange" haben über 20 Städte teilgenommen zur Unterstützung von privaten Seenotrettungsinitiativen die Flüchtende und Migranten aus seeuntüchtigen Booten retten. Hier Aktivisten in Berlin.

Mit Aktionen in mehreren Städten haben Aktivisten gegen das Sterben von Flüchtlingen im Mittelmeer protestiert und eine Fortsetzung der Seenotrettung gefordert.

In Aachen übergossen sich am Samstag rund 50 Menschen mit Wasser und blieben anschließend reglos auf dem Boden liegen, wie die Initiative "Seebrücke Aachen" mitteilte. Damit wollten sie an die ertrunkenen Flüchtlinge im Mittelmeer erinnern.

Auch in Frankfurt, Köln, Dortmund und anderen Städten fanden Aktionen statt. Aufgerufen zum "Day Orange" hat die Bewegung "Seebrücke", die sich gegen die Kriminalisierung von Seenotrettung wendet und sich für sichere Fluchtrouten und die Aufnahme von Flüchtlingen einsetzt. Mit Rettungswesten und oranger Kleidung wollen sie ihre Solidarität mit Flüchtlingen und Seenotrettern zeigen.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind in diesem Jahr im Mittelmeer bereits mehr als 1.500 Flüchtlinge und Migranten ertrunken. Mehr als 850 von ihnen seien allein im Juni und Juli ums Leben gekommen, erklärte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Freitagabend in Genf. Das Mittelmeer sei damit die tödlichste Seeroute weltweit. Private Seenotrettungs-Organisationen geraten im Mittelmeer immer mehr unter Druck, nachdem Italien Schiffen das Anlegen an seinen Häfen untersagt hat und Malta Schiffe von Helfern nicht mehr auslaufen lässt.