Weniger Menschen werden kirchlich bestattet

Kirchliche Bestattung

Foto: epd-bild/Rainer Oettel

Von insgesamt 911.000 Verstorbenen in Deutschland wurden im Jahr 2016 rund 243.300 katholisch und 271.700 evangelisch bestattet.

Weniger Menschen werden kirchlich bestattet
Jeder zweite Verstorbene in Deutschland (56,5 Prozent) wird nach Angaben der Verbraucherinitiative Aeternitas kirchlich bestattet.

Der Anteil katholischer und evangelischer Bestattungen nehme seit Jahren allerdings kontinuierlich ab, teilte der Verein am Donnerstag im nordrhein-westfälischen Königswinter mit. Von insgesamt 911.000 Verstorbenen in Deutschland wurden im Jahr 2016 rund 243.300 katholisch und 271.700 evangelisch bestattet.

Die Kirchen verzeichneten demnach - ähnlich wie in den Vorjahren - 2016 einen leichten Rückgang um 1,6 Prozentpunkte auf 56,5 Prozent. Anfang der 2000er Jahre hat der Anteil kirchlicher Bestattungen in Deutschland laut den Statistiken allerdings noch bei über 70 Prozent gelegen.

Die Verbraucherinitiative beruft sich auf Zahlen der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Für 2017 erwartet Aeternitas insgesamt einen weiteren Rückgang des Anteils kirchlicher Bestattungen. Die katholischen Begleitungen seien mit rund 243.800 zwar stabil geblieben, die Zahl der gesamten Todesfälle sei allerdings auf 933.000 gestiegen. Die EKD hat laut Verbraucherinitiative noch keine Zahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht.

Meldungen

Top Meldung
Annette Kurschus, Präses der evangelischen Kirche in Westfalen zum Thema Singen in Gottesdiensten in Corona-Zeiten.
Wegen der Corona-Pandemie sollte in Gottesdiensten derzeit auf das Singen verzichtet werden. Dass das schmerzt, versteht die westfälische Präses Annette Kurschus nur zu gut. Denn Singen und Beten hingen eng miteinander zusammen.