Gesundheitskonzern Agaplesion wächst weiter

 Überwachung einer Operation auf einen Überwachungs-Monitor im Krankemhaus.

Foto: dpa/Felix Kästle

Der Gewinn von Agaplesion wird in moderne Einrichtungen und Patientenbetreuung investiert.

Gesundheitskonzern Agaplesion wächst weiter
Der diakonische Gesundheitskonzern Agaplesion hat 2017 seine Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 82,3 Millionen Euro auf rund 1,12 Milliarden Euro gesteigert. Der Jahresüberschuss betrage 30,8 Millionen Euro, teilte die gemeinnützige Aktiengesellschaft am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. Der Gewinn werde nicht ausgeschüttet, sondern in moderne Einrichtungen und Patientenbetreuung investiert.

109 Millionen Euro seien 2017 vor allem in die Digitalisierung investiert worden, sagte Vorstandschef Markus Horneber. "Die Digitalisierung ermöglicht eine bessere Behandlungsqualität für Patienten in den Krankenhäusern und die Bewohner unserer Wohn- und Pflegeeinrichtungen" betonte er. Konzernweit fördere das Gesundheitsunternehmen mehr als 30 Innovationsprojekte und investiere in zahlreiche technische Neuerungen.

Nach Angaben von Finanzvorstand Jörg Marx wurden 2017 knapp 277.000 Patienten stationär und teilstationär behandelt, das waren fast 17.000 mehr als im Vorjahr. In der ambulanten Behandlung sei die Zahl der Fälle um 34.688 auf 441.168 gestiegen. Auch im Bereich Wohnen und Pflegen sei der Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortgesetzt worden.

Das Agaplesion-Jahresthema 2018 lautet Nachhaltigkeit mit den Dimensionen Ökologie, Soziales und Ökonomie. Es gründe im christlichen Auftrag, die den Menschen von Gott anvertraute Schöpfung zu bewahren, erläuterte Holger Böckel, Leiter des Agaplesion-Instituts für Theologie-Diakonie-Ethik. Dazu gehöre ein verantwortungsvoller Ressourceneinsatz in den Einrichtungen.

Agaplesion wurde 2002 in Frankfurt am Main gegründet. Der Name leitet sich aus dem verkürzten altgriechischen Satz "Liebe deinen Nächsten" her. Zu dem Unternehmen gehören bundesweit mehr als 100 Einrichtungen, darunter 23 Krankenhausstandorte mit rund 6.300 Betten, 35 Wohn- und Pflegeeinrichtungen mit mehr als 3.000 Pflegeplätzen und zusätzlich 800 Betreute Wohnungen, vier Hospize, 34 Medizinische Versorgungszentren, 15 Ambulante Pflegedienste und eine Fortbildungsakademie. Die rund 19.000 Beschäftigten versorgen pro Jahr mehr als eine Million Patienten.