Bundesministerium bekommt Kirchenorgel

Das neue Instrument im Bundesverteidigungsministerium wird am Donnerstag mit dem evangelischen Militärbischof Sigurd Rink als Redner eingeweiht werden.

Foto: epd-bild/Jürgen Blume

Das neue Instrument im Bundesverteidigungsministerium wird am Donnerstag mit dem evangelischen Militärbischof Sigurd Rink als Redner eingeweiht werden.

Das Bundesverteidigungsministerium in Berlin überrascht mit einer neuen Sonderausstattung.

Als einziges Bundesministerium in der Hauptstadt verfügt es neuerdings über eine eigene Kirchenorgel, wie der Sprecher des evangelischen Militärbischofs, Roger Töpelmann, am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd) bestätigte. In der Bonner Dienststelle des Bundesverteidigungsministeriums gibt es dagegen seit mehr als 30 Jahren ein solches Instrument. Auch die Kapelle des Deutschen Bundestags ist mit einer Orgel ausgestattet. 

Das neue Instrument im Bundesverteidigungsministerium in der Berliner Stauffenbergstraße soll am Donnerstag eingeweiht werden. Dazu wird auch der evangelische Militärbischof Sigurd Rink als Redner erwartet. Künftig soll die Orgel vor allem bei den regelmäßig stattfindenden Gottesdiensten zum Einsatz kommen. Diese werden in der Regel von Militärdekan Peter Schmidt gehalten und von Ministeriumsmitarbeitern und Soldaten besucht.

Die Berliner Ministeriumskapelle wird von Protestanten und Katholiken gemeinsam genutzt. Bislang stand für Gottesdienste im Berliner Bundesverteidigungsministerium behelfsmäßig lediglich ein kleines Klavier zur Verfügung. In Deutschland haben Soldaten seit mehr als 60 Jahren Anspruch auf seelsorgerische Betreuung.

Die Orgel der evangelisch-lutherischen Marktkirche St. Cosmas und Damian in Goslar wurde auch von dem Orgelbauer Karl Schuke errichtet.

Die neue Orgel wurde den Angaben zufolge von der Berliner Orgelbauwerkstatt Karl Schuke gefertigt. Das schlicht gestaltete Orgelgehäuse aus Eichenholz füge sich in die Raumarchitektur des Andachtsraumes harmonisch ein, heißt es in einem Schreiben der Orgelbauer. Bei der für den Raum abgestimmten Intonation sei zudem "großer Wert auf Wärme und Mischfähigkeit" gelegt worden. Die Manualklaviatur der Ministeriumsorgel habe 54 Tasten. Durch eine Transponiereinrichtung sei das Instrument auch für alte Musik verwendbar, hieß es weiter.