Mehrheit der Deutschen für öffentlich-rechtliche Sender

Mehrheit der Deutschen für öffentlich-rechtliche Sender
Die meisten Deutschen wollen einer Umfrage zufolge den öffentlich-rechtlichen Rundfunk behalten. Rund 55 Prozent lehnen eine Abschaffung von ARD und ZDF ab, wie aus der Untersuchung im Auftrag der Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe (Samstag) hervorgeht.

39 Prozent wollen demnach eine Abschaffung "auf keinen Fall", 16 Prozent eher nicht. Allerdings sprachen sich 29 Prozent der Befragten "auf jeden Fall" und weitere zehn Prozent eher für eine Abschaffung aus. Sechs Prozent waren unentschieden. Erst am Donnerstag hatte der WDR eine Umfrage veröffentlicht, in der 83 Prozent der Befragten angaben, sie hielten den öffentlich-rechtlichen Rundfunk für unverzichtbar.

Ostdeutsche sehen der Funke-Umfrage zufolge die öffentlich-rechtlichen Sender etwas kritischer als Westdeutsche. Während sich von den Befragten in den westdeutschen Bundesländern 37 Prozent für eine Abschaffung aussprechen, sind es im Osten mehr als 43 Prozent. Frauen lehnen die Öffentlich-Rechtlichen mit 43 Prozent stärker ab als Männer mit 35 Prozent.

Unter AfD-Wählern ist die Ablehnung besonders groß, wie es hieß: Insgesamt 80 Prozent der Befragten aus dieser Gruppe sprachen sich für eine Abschaffung von ARD und ZDF aus. Den meisten Rückhalt bekommen die öffentlich-rechtlichen Sender laut Umfrage dagegen von Grünen- und SPD-Wählern, die mit gut 78 beziehungsweise 76 Prozent gegen eine Abschaffung sind.



Das Meinungsforschungsinstitut Civey befragte dem Bericht zufolge im Auftrag der Funke-Mediengruppe mehr als 5.000 repräsentativ ausgewählte Bürger vom 23. Februar bis 2. März. Für die WDR-Umfrage hatte das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap vom 8. bis 21. Februar 1.000 wahlberechtigte Bürger befragt.

Die Schweizer stimmen am Sonntag über eine mögliche Abschaffung der TV- und Radiogebühren ab. Nach Vorstellung der Initiatoren sollte die öffentlich-rechtliche Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) weiterhin existieren, sich aber selbst finanzieren. Laut Umfragen zeichnet sich eine Niederlage der Gebühren-Gegner ab.

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