Recycling-Designpreis in Herford verliehen

Im Herforder Museum Marta ist am Sonntag der achte Recycling-Designpreis verliehen worden. Der Belgier Sep Verboom erhielt den mit 2.500 Euro dotierten ersten Preis für seinen Teppich-Entwurf "Rope:rug" aus alten Schifftauen, wie das Museum für zeitgenössische Kunst und Design mitteilte. Die ausrangierten Seile stammen von den Philippinen, wo sie als Meermüll das Ökosystem bedrohten. Der zweite Platz im Wert von 1.000 Euro ging an Lea Schücking aus Kassel, die ihre Wandfliesen "Shards" aus ausrangierten Ziegeln und Altglas herstellt.

Die Drittplatzierte Anna Sophie Flemmer aus Hannover erhielt 500 Euro. Sie überzeugte die Jury mit einer 13-teiligen Kleiderkollektion "Same:Same" aus Reststoffen, Korkgarn und -leder sowie recyceltem Papier und Garn aus Milchproteinfaser. In Braille-Schrift übertragene Beschriftungen machten die Anziehsachen dabei blindengerecht. Die Arbeiten der Preisträger und weitere 20 nachhaltige Entwicklungen werden bis 22. April im Museum Marta präsentiert.

Der Recycling-Preis wird seit 2007 für Design-Entwürfe aus Materialien etwa vom Sperrmüll oder aus industriellen und handwerklichen Produktionsrückständen vergeben. Dahinter steht der Herforder "Arbeitskreis Recycling". Für den achten Wettbewerb hatten sich den Angaben zufolge über 350 internationale Nachwuchsdesigner aus 18 Ländern mit Arbeiten aus Rest- und Altmaterial beworben.