"Africa Alive" Ende Januar in Frankfurt

Der Film "Luther´s Erben - Sing it Loud"

Foto: epd-bild/Kelvin Gospel

Der Film "Luther´s Erben - Sing it Loud" anlässlich des 500. Reformationsjubiläums begelitet in Tansania drei Chöre un läuftbeim 24. Kulturfestival "Africa Alive" in Frankfurt am Main.

Das 24. Kulturfestival "Africa Alive" in Frankfurt am Main präsentiert den afrikanischen Kontinent vom 30. Januar bis 17. Februar mit einem breiten Spektrum an Dokumentar- und Spielfilmen. Darüber hinaus werde ein Rahmenprogramm aus Konzerten, Lesung, Podiumsdiskussion und Kinderprogramm geboten, teilten die Veranstalter am Samstag mit.

Die Filme laufen im Deutschen Filmmuseum und im Filmforum Höchst. Das Schwerpunktthema lautet "Afro Utopia", ausgehend von dem Buch "Afrotopia" des senegalesischen Wirtschaftswissenschaftlers Felwine Sarr.

Sarr beschäftig sich mit der Frage, ob das heutige Afrika nicht lediglich die Projektionsfläche von Entwicklungskonzepten sei, die in Europa oder China ausgedacht wurden. Im Film- und im Rahmenprogramm des Festivals würden entsprechend Beispiele für Ansätze und Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt, die aus Afrika selbst kommen, erklärten die Veranstalter.



Den musikalischen Auftakt bildet am 30. Januar der junge Singer-Songwriter Tcheka von den Kapverden. Der Eröffnungsfilm "L'Orage Africain - Un Continent Sous Influence" thematisiert den Einfluss europäischer Konzerne auf Afrika am Beispiel eines fiktiven Landes, dessen Präsident sich von diesem Einfluss befreien will. Der Regisseur Sylvestre Amoussou wird bei beiden Aufführungen anwesend sein. Ebenfalls zu Gast sein wird die Regisseurin Ramadou Keita (Niger) mit ihrem Film "Zin'Naariya! - The Wedding Ring". Daneben werden zwei weitere Filme zur Situation vieler Frauen in Nordafrika gezeigt: "Investigating Paradise" von Merzak Allouache und "La Belle Et La Meute" von Kaouther Ben Hania.

Zu den Veranstaltern des Festivals gehören der Verein Afrika Foundation, die Afroton-Kulturprojekte, das Deutsche Filminstitut/Deutsches Filmmuseum und die Medienzentrale der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Das Festival wurde 1994 aus der Überlegung heraus gegründet, "dem negativen Image Afrikas ein realistisches Bild entgegenzusetzen". Es wird durch Sponsorengeld finanziert und findet seit 1995 jährlich statt.