EKD-Ratsvorsitzender: Familiennachzug wieder ermöglichen

EKD-Ratsvorsitzender: Familiennachzug wieder ermöglichen
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat die Bundesregierung aufgerufen, den ausgesetzten Familiennachzug für Flüchtlinge wieder zu ermöglichen.

Es sei schlecht für die Integration der Menschen, wenn sie sich die ganze Zeit Sorgen um ihre Verwandten in der Heimat machen müssten, sagte er am Sonntag in NDR Info. "Es sind auch so begrenzte Zahlen, dass das auch sehr gut verantwortbar ist."


Gleichzeitig räumte Bedford-Strohm ein, dass kein Land unbegrenzt Flüchtlinge aufnehmen könne. "Unstrittig ist, dass wir Strategien verfolgen müssen, die ganz unterschiedliche Teile haben." Dazu zähle auch die Bekämpfung der Fluchtursachen vor Ort. "Wenn dann aber die Menschen nach Europa kommen, dann muss Europa als Kontinent mit 500 Millionen Einwohnern auch Teil sein der großen Solidarität weltweit." Gerade zu Weihnachten verdienten alle Menschen in Not Aufmerksamkeit. "Das ist eine Botschaft, die ganz wesentlich mit Weihnachten verbunden ist."

Der EKD-Ratsvorsitzende appellierte zudem an die künftige Bundesregierung, die soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt ihrer Politik zu stellen. "In unserem Land gibt es viel zu viele Menschen, die arm sind und jeden Tag kämpfen müssen, um zurechtzukommen." Aber auch weltweit sei die soziale Ungerechtigkeit ein Problem. Bedford-Strohm sprach "von einer der größten Triebquellen für die Fluchtbewegungen" auf der Erde.

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