Sonn- und Feiertagsarbeit nimmt zu

Sonn- und Feiertagsarbeit nimmt zu
Die Sonn- und Feiertagsarbeit in Deutschland hat in den vergangenen 20 Jahren deutlich zugenommen. Im Jahr 2016 arbeitete jeder vierte abhängig Beschäftigte an Sonn- oder Feiertagen, wie aus einer Antwort des Statistischen Bundesamtes auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervorgeht.

Das waren 9,25 Millionen Menschen. 1995 waren es erst 5,9 Millionen, das entspricht 18,2 Prozent der Beschäftigten.

Von den betroffenen 9,25 Millionen Beschäftigten arbeiteten den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 5,14 Millionen ständig oder regelmäßig an Sonn- oder Feiertagen, 4,1 Millionen taten dies gelegentlich. Der Deutschlandfunk hatte zuerst über die Zahlen der Statistikbehörde berichtet.



Sabine Zimmermann von der Linksfraktion, die die Anfrage gestellt hatte, kritisierte, dass nicht alle Betroffenen für ihre Sonn- und Feiertagsarbeit einen materiellen Ausgleich erhalten. Zwar sähen viele Tarifverträge Zuschläge vor: "Tarifverträge gelten aber für immer weniger Beschäftigte", erklärte die Abgeordnete. Die künftige Bundesregierung müsse deshalb Maßnahmen zur Stärkung von Tarifverträgen ergreifen und die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen erleichtern.

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