Zur Armutsbekämpfung mehr Geld in Bildung stecken

Das Kinderhaus Blauer Elefant  in Mainz

Foto: dpa/Andreas Arnold

Das Kinderhaus Blauer Elefant in Mainz ist ein offenes Haus für 6- bis 12-jährige Schulkinder. Dort werden Angebote im freizeitpädagogische Bereich, der Hausaufgabenhilfe sowie der ambulanten Jugendhilfe gemacht.

Zur Armutsbekämpfung mehr Geld in Bildung stecken
Kinder- und Altersarmut sowie die Zustände im Niedriglohnsektor - all das möchte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm ins Zentrum um die Debatte über soziale Gereichtigkeit rücken.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, fordert mehr Geld für individuelle Förderung an Schulen und Kindertagesstätten, um Kinderarmut zu verringern. "Nach wie vor ist es für ein Kind in Deutschland schwierig, einen hohen Bildungsabschluss zu erreichen, wenn die Eltern aus einer bildungsfernen Schicht kommen", sagte der Theologe den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). Bildung sei jedoch eine wichtige Voraussetzung für Teilhabe.

"Wir können uns nicht damit zufriedengeben, dass drei Millionen Kinder in Deutschland in Armut leben", sagte Bedford-Strohm. "Die werden in die Zustände hineingeboren und können am allerwenigsten dafür."

Für mehr soziale Gerechtigkeit müssten auch die Altersarmut und der Niedriglohnsektor ins Zentrum der Debatte gerückt werden, sagte der bayerische Landesbischof. Wer heute im Niedriglohnsektor arbeite, werde später keine auskömmliche Rente haben. "Dass Menschen, wenn sie alt sind, auf Stütze angewiesen sind, obwohl sie ein Leben lang gearbeitet haben, das ist einfach nicht gerecht", sagte Bedford-Strohm.

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