Lettner im Magdeburger Dom strahlt in neuem Glanz

Lettner im Magdeburger Dom strahlt in neuem Glanz
Der frisch restaurierte, mittelalterliche Lettner im Magdeburger Dom kann wieder in Gebrauch genommen werden.

Der Domförderverein habe mit dem Abschluss der Restaurierungsarbeiten an diesem "wunderschönen Bauwerk aus spätgotischer Zeit" sein bislang größtes Einzelprojekt vollendet, sagte der Vorsitzende des Fördervereins Dom zu Magdeburg, Stephen Gerhard Stehli, am Mittwoch. Für die Sanierung wurden seit 2015 insgesamt 270.000 Euro an Spendengeldern gesammelt.

Über 300 Einzelspender

Der Lettner, abgeleitet von dem lateinischen Wort lectorium (Lesepult), ist eine Schranke, die den Raum für das Priester- oder Mönchskollegium vom übrigen Kirchenraum für die Laien abtrennte.

Mehr als 300 Einzelspender unterstützten das Magdeburger Projekt und spendeten unter dem Motto "Stein für die Ewigkeit". Symbolisch konnte ein Stein für 300 Euro erworben werden. Die Spendensummen variierten den Angaben zufolge von 300 Euro bis zu 6.000 Euro für den Kreuzaltar. Am Mittwochnachmittag sollte eine Zeitkapsel mit einer Liste mit den Namen aller Spender in den Lettner eingelassen werden. Mindestens 150 Spender hatten ihr Kommen zugesagt.

Der 1995 gegründete Domförderverein hatte die Spendensammelaktion im Februar 2015 gestartet. Im Juni 2016 konnten die eigentlichen Restaurierungsarbeiten am Lettner beginnen und mehr als ein Jahr später, im September dieses Jahres, abgeschlossen werden.

Der Dom St. Mauritius und St. Katharina wurde nach einem Stadtbrand 1209 über den Resten des ottonischen Vorgängerbaus neugebaut und 1520 vollendet. Der Magdeburger Dom ist der erste gotische Sakralbau auf deutschem Boden.

Seit mehr als 500 Jahren trennt der um 1450 entstandene Lettner im Dom den Hohen Chor vom Kirchenraum. Er ist mit seinem plastischen und figürlichen Schmuck ein wichtiges Werk der Hochgotik und zeugt von der Kunstfertigkeit der mittelalterlichen Steinmetze. Der Lettner wird bis heute liturgisch genutzt. Die Restaurierung war aufgrund von Schäden und Spuren früherer Reparaturen notwendig geworden.

Meldungen

Top Meldung
In Düsseldorf haben Vertreter der örtlichen Religionsgemeinschaften bereits vor Wochen ihre Pläne für einen gemeinsamen "Toleranzwagen" vorgestellt. Foto: Wagenbaumeister Jacques Tilly mit einem Entwurf des Wagens in der Wagenbauhalle. Unter dem Karnevalsm
Zwei Tage nach dem Anschlag von Hanau sind am Freitagabend in Nordrhein-Westfalen erneut mehrere tausend Menschen zu Mahnwachen und Kundgebungen gegen Rechts auf die Straße gegangen. Auch der rheinische Straßenkarneval reagiert auf den Anschlag.