Gauck und Siemens-Chef erhalten Preis für Verständigung und Toleranz

Der Geschäftsführer von Siemens Joe Kaeser

Foto: dpa/Thibault Camus

Der Geschäftsführer von Siemens Joe Kaeser

Gauck und Siemens-Chef erhalten Preis für Verständigung und Toleranz
Der Preis für Verständigung und Toleranz des Jüdischen Museums Berlin geht in diesem Jahr an Siemens-Chef Joe Kaeser und Altbundespräsident Joachim Gauck. Die Ehrung wird am 11. November zum 16. Mal übergeben, wie das Museum am Dienstag mitteilte.

Die Laudationes halten Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) für Joe Kaeser und der Historiker Sir Christopher Clark von der University of Cambridge für Gauck.

Mit dem undotierten Preis für Verständigung und Toleranz werden seit 2002 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik ausgezeichnet, die sich auf herausragende Weise um Verständigung und Toleranz verdient gemacht haben. Bisherige Preisträger sind unter anderen der frühere Bundesinnenminister Otto Schily (SPD), die Verlegerin Friede Springer, der frühere Bundespräsident Johannes Rau, der Sammler und Mäzen Heinz Berggruen sowie der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl und Amtsinhaberin Angela Merkel (beide CDU).

Gesamtes öffentliches Wirken für Verständigung und Toleranz

An Altbundespräsident Gauck würdigte die Jury dessen Eintreten für Verständigung und Toleranz. Sein gesamtes öffentliches Wirken stehe unter dieser Prämisse. Gauck sei Beispiel und Vorbild dafür, dass eine gemeinsame Zukunft durch jeden Einzelnen gestaltet werden müsse.

Bei Siemens-Chef Kaeser würdigte die Jury dessen Engagement zur Förderung von Toleranz, Respekt und Vielfalt in dem Weltkonzern. Für diese Werte stehe er auch in seinem privaten Umfeld ein. Persönlich unterstütze er gemeinnützige Projekte mit Jugendlichen und mache sich besonders für die soziale Integration in strukturschwachen Gebieten stark. Die Siemens AG ist als Unternehmen Mitglied im Freundeskreis des Museums und fördert seit 2012 im Rahmen der Akademieprogramme das Jüdisch-Islamische Forum.

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