Die Dar as-Salam Moschee in Berlin-Neukölln

Junger Muslime betet in einer Moschee. (Symbolbild)

Foto: Getty Images/iStockphoto/FS-Stock

Junger Muslime betet in einer Moschee. (Symbolbild)

Die Dar as-Salam Moschee in Berlin wird auch Neuköllner Begegnungsstätte (NBS) genannt. Sie ist in die Schlagzeilen geraten, weil der Freiburger Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi an ihr 40 Thesen zur Reform des Islam anbrachte. Ihr Imam Mohamed Taha Sabri wurde für seine Verdienste im Einsatz für die Integration 2015 mit dem Berliner Verdienstorden ausgezeichnet. So bietet die Moschee Bildungs- und soziale Angebote an, auch Juden und Homosexuelle waren bereits in der Moschee zu Gast.

Aus Verfassungsschutzkreisen erfuhr der Evangelische Pressedienst (epd), dass die Dar as-Salam Moschee eine Anlaufstelle für Muslime unterschiedlicher Glaubensrichtungen sei.

Im März 2013 trat der saudische Prediger Muhammad al-Arifi trotz eines Einreiseverbots in der NBS auf. Der Prediger, der Millionen von Twitter- und Facebook-Fans hat, durfte damals wegen des Vorwurfes der Hetze nicht in den Schengen-Raum einreisen; er legitimierte unter anderem die Züchtigung von Frauen.

Verbindungen zur Muslimbruderschaft

Im März 2016 öffnete die Moschee dem neu gegründeten Fatwa-Ausschuss in Deutschland (FAD) ihre Türen: Zu dem FAD gehören laut Verfassungsschutz auch mehrere muslimische Gelehrte und Theologen, die der Muslimbruderschaft nahestehen. Der Berliner Verfassungsschutz sieht den FAD als nationalen Ableger des Europäischen Rates für Fatwa und Forschung (ECFR), der der Muslimbruderschaft zugerechnet wird. Ebenso sieht er in seinem aktuellen Bericht Verbindungen zwischen der Dar as-Salam Moschee und der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), die laut Verfassungsschutz die Ideologie der Muslimbruderschaft vertritt. Die Berliner Moscheegemeinde klagt derzeit gegen das zuständige Landesamt für Verfassungsschutz.

Die Verbindungen zur Muslimbruderschaft werden auch auf der NBS-Facebook-Seite für Frauen in der Moscheegemeinde deutlich. So ist der Seite zu entnehmen, dass in der Vergangenheit Redner aus dem Spektrum der Muslimbruderschaft wie Ahmed al-Khalifa eingeladen wurden sowie die gebürtige Syrerin Houaida Taraji, die von 2006 bis 2010 IGD-Vizepräsidentin war.