Lutherhaus in Eisenach erwartet neuen Besucherrekord

Das Lutherhaus in Eisenach

Foto: epd-bild/Jens-Ulrich Koch

Das Lutherhaus in Eisenach nach der der Neugestaltung des Museums im Jahr 2015.

Lutherhaus in Eisenach erwartet neuen Besucherrekord
Das Lutherhaus in Eisenach steuert im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auf einen neuen Besucherrekord zu. Die Zahl der Gäste des Museums liege in diesem Jahr bereits jetzt um 18.000 höher als im gesamten Vorjahr, sagte Direktor Jochen Birkenmeier am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). 2017 habe man bislang 59.793 Besucher begrüßen können. Mit insgesamt knapp über 42.000 Gästen sei zudem bereits 2016 "ein sehr erfolgreiches Jahr" gewesen.

Einen Beitrag zu den erfreulichen Zahlen leiste dabei auch die aktuelle Sonderausstellung "Ketzer, Spalter, Glaubenslehrer - Luther aus katholischer Sicht". Das Interesse an der Ausstellung sei so groß, "dass wir prüfen, die Ausstellung auch noch im nächsten Jahr zu zeigen", sagte Birkenmeier. Der Blick der Katholiken auf den Reformator Martin Luther (1483-1546) habe in den vergangenen Jahrhunderten einen "geradezu dramatischen Wandel" erfahren.

Mehr zu Luther, Museum
Senthuran Varatharajah
"Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein Dunkles Bild." Der Schriftsteller Senthuran Varatharajah predigt über das Hohelied der Liebe und erzählt von seinem Freund Tarif, den er Bruder nannte, und der sich das Leben nahm.
Gesprächsrunde des Wartburg-Experiments am 2. November 2021 im Erfurter Augustinerkloster.
Im Rahmen eines Podiumsgesprächs traf sich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) mit den Autor:innen des "Wartburg-Experiments". Dabei ging es um persönliche Erlebnisse mit der Bibel-Übersetzung Martin Luthers.

Wegen der anhaltenden Nachfrage erscheine jetzt ein Katalog zur Ausstellung, der auf 96 Seiten alle Texte, Grafiken und Schaubilder der Exposition enthalte, sagte Birkenmeier. Das Eisenacher Lutherhaus wurde in der vergangenen Woche mit dem Thüringer Museumssiegel 2017 ausgezeichnet. Das seit 1956 bestehende Museum, dessen Trägerin die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) ist, war nach zweijährigem Umbau im September 2015 wiedereröffnet worden. Das Haus soll dem späteren Reformator am Ende seiner Schulzeit von 1498 bis 1501 als Unterkunft gedient haben.