Württembergisches Kirchenparlament fordert Verbot von Prostitution

Württembergisches Kirchenparlament fordert Verbot von Prostitution
Die Evangelische Landeskirche in Württemberg fordert ein Sexkaufverbot in Deutschland nach schwedischem Vorbild. Freier müssten bestraft und Prostituierte geschützt werden, heißt es in einem am Donnerstagabend in Reutlingen gefassten Beschluss des Parlaments der mehr als zwei Millionen Mitglieder zählenden Kirche.

"Prostitution verletzt die Menschenwürde", steht in dem Papier. Die Kirchenleitung wird gebeten, für diese Position zu werben und bestehende Hilfen für Prostituierte verstärkt zu unterstützen.

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Verstößt Prostitution gegen die Menschenwürde und sollte verboten werden? Ob ein Sexkaufverbot sinnvoll ist, wird höchst kontrovers diskutiert. Ein Positionspapier der Diakonie Karlsruhe hat zu heftigen Diskussionen geführt.

Die Vorsitzende des Ausschusses für Kirche, Gesellschaft und Öffentlichkeit, Franziska Stocker-Schwarz, sagte bei der Einbringung des Antrags, in Schweden habe sich seit Einführung des Verbots die Prostitution halbiert. Dagegen habe die Legalisierung der Prostitution in Deutschland zu verstärktem Menschenhandel geführt. Ein Sexkaufverbot stigmatisiere nicht die Prostituierten, sondern konfrontiere die Freier mit der Unerwünschtheit ihres Verhaltens. Durch käuflichen Sex werde der Mensch zum Konsumartikel degradiert, kritisierte Stocker-Schwarz.