Über 20.000 Kindern in Somalia droht Hungertod

Über 20.000 Kindern in Somalia droht Hungertod
Somalische Eltern bleiben kaum Möglichkeiten, ihre verhundergenden Kinder zu versorgen - und in den Kassen der Nothilfe für Somalia klafft ein Loch von rund einer Milliarde Dollar. Denn wenn den Kindern in Somalia nicht geholfe wird, ist das vermutlich ihr Todesurteil.

In Somalia drohen nach Angaben der Hilfsorganisation Save the Children mehr als 20.000 Kinder zu verhungern. Mädchen und Jungen in 9 der 18 Bezirke des ostafrikanischen Landes seien akut auf Unterstützung angewiesen, teilte Save the Children in London mit. Das Kinderhilfswerk rief die internationale Gemeinschaft dringend dazu auf, weitere finanzielle Mittel für das Land bereitzustellen. In Somalia kämpfen die Regierung und die islamistische Terrormilz Al-Shabaab um die Macht.

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Eine Mahlzeit am Tag
Eine Mahlzeit am Tag.

"Der Mangel an Nahrung und die steigende Zahl von stark unterernährten Kindern sind erschütternd, um es milde auszudrücken", sagte der Direktor des Kinderhilfswerks in Somalia, Hassan Noor Saadi. Die jüngsten Regenfälle seien unberechenbar und hätten bisher nicht ausgereicht, um die Ernte sicherzustellen. Den Eltern blieben nur wenige Möglichkeiten, um ihre Kinder zu versorgen.

Für die Nothilfe in Somalia werden laut Save the Children etwa 1,5 Milliarden US-Dollar benötigt. Bisher seien aber nur 550 Millionen zugesagt. "In der ersten Hälfte des Jahres konnten wir durch die Unterstützung beinahe einer Million Kindern helfen", betonte Noor Saadi. Doch die Mittel seien bald verbraucht, wenn nicht zusätzliche Hilfen zur Verfügung gestellt würden. Die britische Regierung stelle bereits 75 Millionen US-Dollar ergänzend bereit: "Wir bitten andere Geber, dem Beispiel zu folgen und ebenfalls mehr Geld zur Verfügung zu stellen."

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