Besondere Künstler in Berlin

Künstlerin Suzy van Zehlendorf in ihrem Atelier mit ihren Hühnern.

Foto: Sascha Montag/Zeitenspiegel

Künstlerin Suzy van Zehlendorf in ihrem Atelier mit ihren Hühnern.

Besondere Künstler in Berlin
Die Kunst spricht eine eigene Sprache. Sie kann ausdrücken, was Menschen nicht in Worte fassen können. Menschen wie der Künstler Adolf Beutler, der wegen seiner geistigen Behinderung über 40 Jahre in der Psychiatrie gefangen gehalten wurde. Oder Suzy van Zehlendorf, die in allen Einrichtungen, in denen sie gelebt hat, angeeckt ist - weil sie ihre künstlerischen Impulse ausgelebt hat.

Berlin ist die Hauptstadt der Kunstschaffenden in Deutschland. Nirgendwo anders in Deutschland ist die Dichte der bildenden Künstler so hoch wie in der Bundeshauptstadt, die sich seit dem Mauerfall zum lebendigen europäischen Mittelpunkt für Künstler aus der ganzen Welt entwickelt. Etwas abgelegen von den Hauptrouten der Kulturströme, der Galerienviertel und Kunsthochschulen, hat sich im westlichsten Berliner Bezirk Spandau vor 22 Jahren die Kulturpädagogin Nina Pfannenstiel auf dem Weg gemacht, um ein professionelles Atelier in den Mosaik-Werkstätten für Menschen mit Behinderungen aufzubauen. Heute arbeiten rund 20 Künstlerinnen und Künstler mit Assistenzbedarf in der Kunstwerkstatt Mosaik Berlin und stellen an etablierten Orten der Kunst aus, wie im Museum Guislain in Gent, in den Caixa Foren Madrid und Barcelona, in Budapest, London und anderen Städten.

Autor*in
Sascha Montag
Sascha Montag

Sascha Montag wurde 1975 geboren. Seit einigen Jahren widmet er sich ganz dem Fotojournalismus und setzt gemeinsam mit unterschiedlichen AutorInnen Sozialreportagen im In- und Ausland um.

Der langgezogene rote Backsteinbau, in dem die Kunstwerkstatt Mosaik Berlin im zweiten Geschoss untergebracht ist, liegt an einer der großen Spandauer Ausfallstraßen nach Brandenburg. Die ehemalige Kaserne aus den 1920er Jahren beherbergt eine Kampfsportschule, ein Legastheniezentrum, eine Kindertagesstätte, eine Autowerkstatt und eine Tanzschule. Und die Mosaik-Werkstätten, die 260 Menschen mit Behinderungen als Werkstattbeschäftigte in den Bereichen Industriemontage, Lebensmittelverpackung, Konfektionierung und Versand beschäftigen – und in der Kunstwerkstatt. Die Kunstwerkstatt ist ein Arbeitsbereich wie jeder andere im Werkstattverbund, und doch funktioniert er nach eigenen Regeln.

Beim Eintritt in die Kunstwerkstatt Mosaik Berlin überrascht zunächst die ungewöhnliche Ruhe und Konzentration, mit der hier zu Werke gegangen wird. Ein Tisch mit keramischen Köpfen, noch unglasiert, steht im Durchgang zum Brennraum für die Keramik. Die weißen hohen Wände sind mit Ölbildern von Landschaften, mit feinen Tuschezeichnungen von Blumen und Vögeln und mit kräftigen, in leuchtenden Farben gestalteten Fischschwärmen auf wandfüllenden Formaten bedeckt. Im Zentrum der sonnigen langgestreckten Räume, die sich praktisch hintereinander schachteln, steht ein großer Gruppentisch, daran sechs Künstler, die versunken zeichnen und malen. Von der Geschäftigkeit der anderen typischen Werkstattbereiche, der Montage, Verpackung und Konfektionierung, die zu durchqueren sind, ist hier nichts mehr zu spüren. Es finden leise Dialoge und Selbstgespräche statt und die Assistentinnnen sind zwischen den Künstlern nur schwer auszumachen.

Kulturpädagogin Nina Pfannenstiel (links in schwarz) mit ihren Künstlern im Gespräch.

Ein Künstler, der fast nicht spricht, sitzt still am Computer und tippt bedächtig mit einem Finger einen täglichen seitenlangen Bericht über sein Leben. Ein anderer steht vor zwei Bildtafeln auf Staffeleien, die er abwechselnd bearbeitet, mal mit Ölpastellkreiden, mal mit Tuschen. Dieser Künstler heißt Stephan Cepanzic und arbeitet seit 18 Jahren in der Kunstwerkstatt. Inspiriert von den Reisen mit seiner Familie, die ihn an die Ostsee, zur Schwester nach Schweden oder zu einer Preisverleihung in den Schwarzwald führen, malt er großformatige Bilder von Landschaften, die in detaillierter Kleinarbeit über Wochen und Monate, manchmal auch über Jahre entstehen. Stephan Cepanzic trippelt und tanzt vor der Leinwand, den Pinsel gezückt, schaut aus dem Fenster, setzt hier und da luftige kräftige Farbstriche, die sich zu dynamischen, bewegten Landschaften verdichten. Die lebendige Kraft und Großzügigkeit seiner Farben scheinen über den Bildrand hinausfließen zu wollen. Regen, Schnee, Kälte und widriges Wetter sind ebenso Teil seiner Schöpfungen wie die immer wiederkehrende Sonne, die auf jedem Bild links oben neben der Regenwolke platziert wird.

"Die Kunst muss für alle zu sehen sein"

Ein kratzendes Geräusch auf Papier empfängt den Besucher, der den Atelierplatz von Suzy van Zehlendorf betritt. Die Künstlerin sitzt an ihrem bis unter die Decke mit Zeichnungen und Schildern, Drucken und Fundstücken, Fahrradsatteln und Taubenabwehrdrähten zugewachsenen Arbeitsplatz und bearbeitet mit Pinzette, schwarzer Tusche und Schleifpapier ein Foto des Bode-Museums von der berühmten Berliner Museumsinsel. Die Künstlerin zupft das Papier vorsichtig auf, schüttet behutsam die schwarze Tinte über das Blatt und schmirgelt auf einem zweiten Foto vorsichtig die oberste Papierschicht ab, bis vom Museum nur noch ein grauerer Fleck vor blauem Himmel zu sehen ist. Es geht der Künstlerin, wie sie sagt, darum, "das Bodemuseum zu zerstören und die Skulpturen zu befreien", die ihrer Ansicht nach zu Unrecht im Museum, "im Skulpturenknast", eingesperrt sind. Suzy van Zehlendorf springt auf und zeigt auf ihr Modell der "Potsdamer Turmuhr"; "die Kunst muss für alle zu sehen sein".

Auf ihrem Tisch liegen unzählige Bücher, Fotos und selbstgebaute Modelle von Gebäuden der Berliner Mitte und sind mit dicken Filzstiften bis zur Unkenntlichkeit übermalt worden. Sie sind in Kaffee getaucht, mit Nägeln bespickt oder mit dem schönen Blau von Kugelschreiberstrichen zu einer fliegenden Kobaltkugel verändert worden, die die überkommene Architektur überdecken, verändern, und auch im wörtlichen Sinne ausradieren. Temperamentvoll geht sie zu Werke, dabei lacht und schreit sie vor Freude. Suzy van Zehlendorf erlebt den Anblick des Museums als unerträglich und so hat sie sich eine Vorrichtung gebaut, in deren Mitte ein kleines Guckloch ihr einen eingeschränkten Blick auf das zu bearbeitende, zu zerstörende Objekt erlaubt.

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Outsider-Künstler zeigen ihre Sicht auf die Welt
Outsider-Künstler zeigen ihre Sicht auf die Welt.

Die Künstlerin mit dem gewitzten Lächeln und den wachen hellblauen Augen nimmt den Besucher gerne mit in ihre Welt. Mit Humor und Enthusiasmus zeigt sie ihre vielfältige Arbeit. Sie hat nicht weniger vor, als die ganze Stadt sukzessive ihren Vorstellungen und Vorlieben anzupassen – in der Kunst ist das möglich, in der Realität nur begrenzt. Begonnen hat Suzy van Zehlendorf ihre Arbeit in der Kunstwerkstatt vor elf Jahren, da war sie schon Künstlerin und hatte Erfahrung mit eigenen Ausstellungen. Die heute 36-Jährige sagt selbst, dass sie "schon immer" künstlerisch tätig war. In der katholischen Einrichtung, in der sie aufwuchs, eckte sie jedoch mit ihrem Bedürfnis an, sich Figuren und kleine Hähne als Begleiter zu bauen. Oft wurden ihre Werke weggeworfen und sie klaubte sich die Reste aus dem Müll wieder zusammen. Mit ihrer ungewöhnlichen Hartnäckigkeit, sich ihre Hähne und ihre Sichtweise auf die Welt nicht nehmen zu lassen und dem inneren Drang, sich künstlerisch auszudrücken, wurde sie auch in den "normalen" Produktionsbereichen von Werkstätten, den in Deutschland mit Abstand häufigsten Arbeitsorten für Menschen mit einer Behinderung, nicht glücklich. "Seit ick die Arbeit als Künstler machen kann, wie ick will, bin ick viel ruhijer jeworden," sagt sie berlinerisch. Ihre Arbeiten werden in vielen Ausstellungen in Berlin und Brandenburg gezeigt und haben einen treuen Sammlerkreis gefunden.

"Später Sieg des guten Adolf gegen den bösen"

Genau gegenüber von Suzy van Zehlendorfs Sammelsurium aus Gefundenem und Verändertem liegt der Atelierplatz von Adolf Beutler, der nicht unterschiedlicher zu dem seiner Kollegin sein könnte. Zwei rechtwinklig aneinander stehende Arbeitstische, auf denen sich ein Geflecht aus Linien über Papierbögen und über Holzleisten und Model zieht, sowie zwei Staffeleien, die das Ensemble zu beiden Seiten abschließen, bilden den künstlerischen Raum Adolf Beutlers.

Der 82-Jährige ist der Star der Kunstwerkstatt. Er hat im Jahr 2000 den ersten Europäischen Kunstpreis für Malerei und Grafik für Menschen mit einer Behinderung in München (EUWARD) gewonnen und ist seitdem der meistausgestellte Künstler der Werkstatt. Seine Arbeiten werden europaweit gezeigt und sind nun auf dem Weg ins Rheinland, wo ein privater Sammler ein Gutshaus mit Park renoviert und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Das Schloss Mödrath in Kerpen zeigt in seiner Eröffnungsausstellung ab April 2017 neben bekannten zeitgenössischen Künstlern auch die Werke von Adolf Beutler als einzigem Outsider-Künstler, wie Künstler mit geistiger Behinderung und andere, die keine akademische Ausbildung erhielten, gemeinhin genannt werden.

Adolf Beutler an seinem Arbeitsplatz.

Adolf Beutler kann man einen Überlebenden nennen. Die Leiterin der Kunstwerkstatt, Nina Pfannenstiel, bezeichnet seinen persönlichen Erfolg und die Anerkennung als Künstler als "späten Sieg des guten Adolf gegen den bösen", denn Adolf Beutler, Geburtsjahr 1935, ist der Euthanasie der Nationalsozialisten entgangen. Ob durch Zufall oder weil Familie und Freunde halfen, weiß man nicht. Adolf Beutler wurde 1947 als 12-Jähriger durch einen Entscheid des Jugendamtes in eine Nervenklinik eingewiesen und lebte dort als Mensch mit einer geistigen Behinderung 42 Jahre lang in der Psychiatrie. Er selbst kann über diese Zeit keine Auskunft geben, weil er kaum spricht. Aus den Jahrzehnten in der Psychiatrie ist eine dünne Akte erhalten geblieben, aus der keine wesentlichen Informationen über seine persönliche Entwicklung, über seine Familie oder noch lebende Angehörige zu entnehmen waren. Auch nicht, ob er schon früher künstlerisch tätig war. Zeichnungen von damals sind nicht erhalten. "Sein gesamtes künstlerisches Frühwerk fehlt. Es ist kaum vorstellbar, dass er diese grandiosen Arbeiten aus dem Nichts und ganz ohne künstlerische Vorerfahrung geschaffen hat", sagt Nina Pfannenstiel.

Im Jahr 1989 im Zuge der Psychiatriereform in Berlin ist Adolf Beutler als 54-Jähriger in eine WG umgezogen und begann, in einer Industriemontageabteilung der Mosaik-Werkstätten zu arbeiten. Als die Kunstwerkstatt 1996 gegründet wurde, fühlte Adolf Beutler sich angezogen von den künstlerischen Materialien und der kreativen Atmosphäre. Er kam immer öfter zu Besuch, nahm sich eine Tasse Kaffee und setzte sich wortlos, aber mit freundlichem Lächeln an den Tisch, um zu zeichnen. Aus kleinen A4 Formaten mit binären Systemen aus mit Bleistift gezeichneten Kreuzen und Nullen oder Netzen aus Buntstiftstrichen, die er mit dem Lineal zog, wurden mit der Zeit immer größere, freier werdende organische Pläne auf Leinwand und Papier. Das bemerkenswerte an seiner Arbeitsweise ist, dass er begann, Holzklötzchen aus den benachbarten Werkstätten mitzubringen und auf dem Tisch zu arrangieren. Die Klötzchen lagen auf den Zeichnungen und so wuchsen die grauen, blauen, roten Linien über die Papiere hinaus, über die Klötzchen auf die nächste Papierschicht und ergaben so ein beeindruckendes System aus zwei- und dreidimensionalen Elementen, die ein eigenes geschlossenes System bilden. In diesem System ist Adolf Beutler, der ruhige, immer freundliche Mann, der potente Herrscher und Gestalter seines faszinierenden Mikrokosmos.

Die Kunstwerkstatt Mosaik Berlin stellt Adolf Beutler als Dank für seine besondere Leistung und damit er auch als Rentner weiter künstlerisch tätig sein kann, einen Atelierplatz zur Verfügung, den er nutzen kann, solange er mag. Einmal wöchentlich kann er kommen, denn seine finanziellen Mittel als Empfänger der Grundsicherung sind begrenzt. Ein Sponsor für die Transporte, damit Adolf Beutler als Künstler in einem professionellen Rahmen weiter arbeiten kann, wurde trotz der Bemühungen der Leiterin noch nicht gefunden.

Hier stellt sich die Frage, welche Unterstützung Künstler mit geistiger Behinderung haben, die nach der Rente weiterarbeiten möchten. Nina Pfannenstiel kennt das Problem aus eigener Erfahrung: "Wir hatten drei Künstler beschäftigt, die berentet wurden und nicht freiwillig ihren Werkstattarbeitsplatz verlassen haben. Unserer Erfahrung nach ist gerade die immense Lebenserfahrung und die Reife der älteren Menschen eine tiefe Quelle für ihre Arbeit. Es ist leider nicht möglich, im Rahmen der Werkstätten von den Kostenträgern eine weitere Finanzierung zu erhalten. Welcher "normale" Künstler hört auf zu arbeiten, weil er seinen 65. Geburtstag gefeiert hat?"

In den Wohneinrichtungen, den Wohngemeinschaften und Heimen wird der Aspekt des Künstlertums oft nicht angemessen wahrgenommen. Selbst wenn es dort Verständnis und Unterstützung gibt, wenn Material gekauft und ein kleiner Tisch zum Arbeiten freigeräumt wird, ist das nicht vergleichbar mit den Bedingungen einer Kunstwerkstatt. "Hier arbeiten die behinderten Künstler eben in einem professionellen Rahmen mit anderen, auch nicht behinderten oder studierten Künstlern zusammen, das ist ein wesentlicher inklusiver Aspekt. Die Atmosphäre und Konzentration, auch die räumlichen und technischen Möglichkeiten und die Assistenten sind wesentliche Voraussetzungen für eine professionelle Arbeit", stellt Nina Pfannenstiel fest.

Nina Pfannenstiel im Gespräch.
 

Suzy van Zehlendorf und Adolf Beutler kann man als die beiden äußeren Pole des Spektrums der in der Kunstwerkstatt arbeitenden Künstler betrachten. Suzy van Zehlendorf lebt selbständig in einer eigenen Wohnung, kann schreiben, sich gut ausdrücken und ihre Interessen vertreten. Adolf Beutler ist auf Fahrdienste angewiesen, um sein Atelier zu erreichen, lebt betreut in einem Heim, wird rundum versorgt und benötigt einen klar strukturierten Rahmen, um überhaupt künstlerisch tätig sein zu können. Beide eint, dass sie die bekanntesten Künstler der Kunstwerkstatt sind, ihre Arbeiten begehrt sind und gesammelt werden.

"Wir haben hier das Ölsardinensyndrom"

Die regelmäßigen Ausstellungen an Orten der Kunst, Galerien, Kunsthäusern und Museen, und das Bemühen der Leiterin, die Werke und die Künstler und Künstlerinnen bekannt zu machen, haben das Bewusstsein und Selbstbewusstsein der Mitarbeiter geschärft, die sich mittlerweile selbst als Künstler bezeichnen. Da es auch in der kreativen Hauptstadt Berlin nur wenige Arbeitsplätze in diesem Bereich gibt, ist die Warteliste der Interessenten für einen Arbeitsplatz in der Kunstwerkstatt lang.

Suzy van Zehlendorf hofft, zusammen mit den anderen Künstlern bald in ein neues, größeres Gebäude ziehen zu können, das für Künstler mit Behinderungen, für interessierte Käufer und Sammler leichter erreichbar, für Kooperationen mit Kunsthochschulen und Künstlern besser eingerichtet ist. "Ick kann hier einfach nich dit machen, wat ick will, große Hähne und Plakatübermalungen zum Beispiel – wir haben hier das Ölsardinensyndrom", klagt sie über die räumliche Enge. Ihre Arbeiten selbst auszustellen und zu verkaufen ist eines ihrer Ziele. "Warum sollen die Künstler nicht selbst zu Kuratoren werden und das Konzept, in dem sie ausstellen, mitbestimmen?" fragt Nina Pfannenstiel. Die Mosaik-Werkstätten wollen diesen Weg gehen und ein eigenes Kunsthaus für ihre Künstler eröffnen. Im Zentrum der Spandauer Altstadt, direkt an der U-Bahn ins Berliner Kreativzentrum, ist die ehemalige Volkshochschule frei geworden. Sie bietet Platz für Ateliers, Druck- und Bildhauerwerkstätten und für eine Galerie, die mit dem Berliner Atelierprogramm, einem Förderprogramm des Berliner Senats für preiswerte Ateliers, genutzt werden soll. Hier werden akademisch Ausgebildete und Künstler mit Assistenzbedarf ein Künstlerhaus gemeinsam bespielen und die Rollen wechseln: Die Künstler mit Assistenzbedarf können die Galeristen, die Gastgeber, die Lehrer und Kursleiter sein. Für Suzy van Zehlendorf würde damit ein Traum in Erfüllung gehen: sich nicht mehr im Kontext von Behinderung verortet zu sehen, sondern als zeitgenössische Kunstschaffende.