Luther-Ausstellungen in den USA sahen 195.000 Besucher

Die zum 500. Reformationsjubiläum in den USA gezeigten Ausstellungen über Martin Luther haben seit ihrer Eröffnung im Oktober rund 195.000 Menschen gesehen. Zum Abschluss der Ausstellungsreihe "Here I stand..." am Wochenende mit Präsentationen in Minneapolis, Atlanta und New York sprach Sachsen-Anhalt Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) von einem überwältigenden Erfolg.

Als Ursprungsland der Reformation habe Sachsen-Anhalt den Löwenanteil der Ausstellungsreihe bereitgestellt. Deshalb freue er sich besonders über das Interesse, erklärte Haseloff am Samstag in Magdeburg.

In der Morgan Library & Museum in New York geht am Sonntag die letzte Schau der Ausstellungsreihe "Here I stand?" zu Ende. Allein die Sonderausstellung "Martin Luther: Art and the Reformation" in Minneapolis zählte 111.000 Besucher. Um den Besucherandrang bewältigen zu können, habe das Minneapolis Institute of Art erstmals in seiner Geschichte auch montags seine Türen öffnen müssen, hieß es.

In Atlanta war die Kabinettausstellung "Law and Grace: Martin Luther, Lucas Cranach, and the Promise of Salvation" an der Pitts Theology Library der Emory University zu sehen. In New York lautete das Motto der Ausstellung "Word and Image: Martin Luther's Reformation".


"Here I stand?" habe die Amerikaner neugierig auf das Leben und Werk Martin Luthers (1483-1546) gemacht und ihr Interesse an den Originalschauplätzen der Reformation geweckt, betonte Haseloff: "Die Schau in den USA war beste Werbung für das Land Sachsen-Anhalt."

Für die Ausstellungsreihe wurden Exponate aus mehreren deutschen Museen zur Verfügung gestellt, die in Zusammenhang zum Leben und Wirken Luthers stehen. Insgesamt 227 Exponate stammten den Angaben zufolge aus Sachsen-Anhalt. Ein überwiegender Teil sei erstmals außerhalb des Bundeslandes zu sehen gewesen.

Die evangelische Kirche feiert bis Oktober dieses Jahres 500 Jahre Reformation. Am 31. Oktober 1517 hatte Luther seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht. Der legendäre Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte.