Bode wünscht sich Kommunion für katholisch-evangelische Ehen

Bode wünscht sich Kommunion für katholisch-evangelische Ehen
Der Osnabrücker katholische Bischof Franz Josef Bode erhofft sich im Jahr des Reformationsjubiläums eine Annäherung der beiden christlichen Kirchen beim gemeinsamen Abendmahl von katholischen und evangelischen Ehepartnern.

Es wäre ihm ein persönliches Anliegen, "wenn wir auf unserer Seite für die konfessionsverschiedenen Ehen eine Lösung finden könnten", sagte Bode in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Tatsächlich gingen bereits viele Protestanten mir ihren katholischen Ehepartnern gemeinsam zur Kommunion. "Wir müssen dem eine Grundlage geben, was wir in der Praxis oft schon haben." 

Er sehe es als "nicht utopisch" an, dass es in diesem speziellen Fall im Jahr des Reformationsgedenkens zu einer Abendmahlsgemeinschaft kommen könnte, betonte der Bischof. Der umgekehrte Fall, dass Katholiken mit ihren protestantischen Ehepartnern zum evangelischen Abendmahl gehen, ist unproblematisch. Die evangelische Kirche versteht die Einladung zum Abendmahl als eine Einladung Jesu Christi an alle getauften Christen. Die Eucharistie oder heilige Kommunion ist in der katholischen Kirche ein Sakrament, an dem nur Mitglieder teilnehmen dürfen. 


Darüber hinaus halte er es für sinnvoll, sich im Zusammenhang mit dem Reformationsgedenken stärker damit auseinanderzusetzen, wie eine gemeinsame Kirche der Zukunft aussehen könnte, sagte Bode. "Es ist mir zu einfach, wenn beide Konfessionen in der Ökumene immer nur den Weg als das Ziel betrachten." Wichtige Eckpunkte könnten die generelle Abendmahlsgemeinschaft sein, wie auch das Verständnis der Ämter. 

Bode hält es für wichtig, gerade in der heutigen Zeit die Gemeinsamkeiten der evangelischen und katholischen Kirche zu betonen. "Den gemeinsamen Glauben an Jesus Christus und an einen dreifaltigen Gott kann man nicht Minimalkonsens nennen", betonte der Bischof. Sich auf die gemeinsamen Wurzeln zu besinnen, sei gerade in der Auseinandersetzung mit anderen Religionen und mit der säkularen Welt, mit Atheismus und Gleichgültigkeit wichtig. "Da geht es um Glauben oder Nichtglauben. Und wir haben eine gemeinsame Verantwortung, den christlichen Glauben in die Zukunft zu bringen."

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