Bedford-Strohm: Hass und Angst nicht siegen lassen

Zahlreiche Menschen stellen vor der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Kerzen auf und legen Blumen nieder für die Opfer des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt.

Foto: epd-bild/Christian Ditsch

Trauer um die Anschlagsopfer auf dem Berliner Weihnachtsmarkt.

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, ruft nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt zum Widerstand gegen Angst und Hass in der Gesellschaft auf.

"Wir werden nicht zulassen, dass sich in unserem Land eine Atmosphäre der Angst, des Hasses und des Misstrauens ausbreitet", sagte Bedford-Strohm in einem am Dienstagabend auf seiner Facebook-Seite verbreiteten Video. Die Zuversicht dürfe nicht verloren gehen.

Mit Blick auf den besonderen Anschlagsort Weihnachtmarkt sagte der bayerische Landesbischof weiter: "Wir werden uns diese Zuversicht, diese Kultur der Mitmenschlichkeit von diesen Gewalttätern nicht zerstören lassen. Diesen Triumph werden wir den Gewalttätern nicht gönnen." Bei dem Anschlag am Montagabend kurz nach 20 Uhr waren zwölf Menschen ums Leben gekommen, 48 Personen wurden teils schwer verletzt.



In Erinnerung an die Weihnachtsgeschichte und die Ostergeschichte, in der Jesus Christus die Gewalt überwindet, sagte Bedford-Strohm: "Die Gewalt hat nicht das letzte Wort, das Leben siegt." Deshalb würden die Christen in den nächsten tagen die Weihnachtslieder "mit trotziger Kraft singen".