Tierschutzbund warnt vor "Quäl-Eiern" in Weihnachtsgebäck

Tierschutzbund warnt vor "Quäl-Eiern" in Weihnachtsgebäck
Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert die für Verbraucher weiterhin unklare Herkunft von Eiern unter anderem in Weihnachtsgebäck. Im Supermarkt oder beim Bäcker gekaufte Plätzchen, Stollen und Lebkuchen enthielten nach wie vor meist Eier von Hennen aus der tierschutzwidrigen Käfighaltung, erklärte die Tierschutzorganisation am Dienstag in Bonn.

"Anders als bei frischen Eiern besteht bei verarbeiteten Eiern keine Kennzeichnungspflicht - für den Verbraucher ist somit nicht erkennbar, woher die enthaltenen Eier tatsächlich stammen."

Zwar gäben einige Hersteller mittlerweile freiwillig an, woher die verarbeiteten Eier in ihren Produkten stammen, hieß es. Sofern nicht anders gekennzeichnet, stammen diese jedoch mit größter Wahrscheinlichkeit aus der Käfighaltung. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt, in diesem Fall lieber auf den Kauf zu verzichten. Am tierfreundlichsten sei das Backen ganz ohne Eier, das heutzutage dank der großen Auswahl leckerer veganer Rezepte in vielen Backbüchern oder im Internet kein Problem mehr darstelle.

Mehr zu Tierschutz
Großes Mausohr lebt in Kirchtürmen
Die Fledermauspopulation in der St. Georgskirche in Happurg (Nürnberger Land) zählt zu den größten in Bayern. Biologe Hammer vom Bayerischen Landesamt für Umwelt erklärt Besonderheiten rund um die Tiere und ihre Bindung ans Kirchengebäude.
Massentierhaltung
Der Theologe Thomas Ruster wünscht sich von den Kirchen mehr Einsatz für den Tierschutz. Gegen "das von Gewalt geprägte Verhältnis zwischen Mensch und Tier" müssten die Kirchen ihre Stimme erheben, sagte der Katholik anlässlich des Welttierschutztages (4.Oktober).