"Kreuzgang" in Dresden

"Kreuzgang" in Dresden
Geschichte in Bildern: In Dresden haben am Sonntag mehr als 800 Teilnehmer einen historischen Festumzug gestaltet. Unter dem Titel "Kreuzgang" zogen sie entlang einer Strecke von 1,5 Kilometern durch die Innenstadt zur Kreuzkirche am Altmarkt. Insgesamt 26 Szenen erzählten in Worten und mit Musik einige Episoden aus dem Mittelalter bis zur Gegenwart.

Im Fokus stand die 800-jährige Geschichte der Dresdner Kreuzkirche, des Kreuzchores und der Kreuzschule, dem heutigen evangelischen Gymnasium. Themen waren auch die friedliche Revolution von 1989, die 20er Jahre als Zeitalter des Jazz und der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche. Tausende Schaulustige säumten die Straßen.

Der Umzug gilt als einer der Höhepunkte des diesjährigen Jubiläums der kirchlichen Trias. An dem "Kreuzgang" beteiligten sich Kruzianer, Kreuzschüler sowie Mitglieder der Kreuzkirchgemeinde und Heimatvereine. Zum Abschluss wurde in die Kreuzkirche zu einer ökumenischen Andacht eingeladen.

Hintergrund und Teil des Festumzuges ist ein Kreuz, das vor 1270 in der Elbe aus Böhmen angespült und in einer Prozession in die damalige Nikolaikirche gebracht wurde. 1388 wurde die evangelische Stadtkirche am Altmarkt dann als Kreuzkirche neu geweiht. Hintergrund für die Umbenennung war neben der Kreuzeseinholung die allgemein aufblühende Kreuzesverehrung im 13. Jahrhundert.

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