EKD-Friedensbeauftragter: Atombomben ächten

EKD-Friedensbeauftragter Brahms bei Vollversammlung des Weltkirchenrates in Südkorea

Foto: © epd-bild / Norbert Neetz/Norbert Neetz

EKD-Friedensbeauftragter: Atombomben ächten
Es sei gut, wenn die Menschen an die Opfer der ersten Atombombenabwürfe in Japan 1945 gedächten. Die Zahl der Opfer wurde damals auf mehr als 250.000 geschätzt.

Der kirchliche Friedensbeauftragte Renke Brahms hat die Politik dazu aufgefordert, alles für eine nukleare Abrüstung zu tun und Atombomben zu ächten. "Das Ziel muss eine Welt ohne Atomwaffen sein", sagte der Beauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Samstag in Bremen. "Doch stattdessen halten viele Staaten in der Welt weiterhin an einer Politik der nuklearen Abschreckung fest, auch in Deutschland lagern nach wie vor Atombomben."

Brahms äußerte sich mit Blick auf den Abwurf zweier US-Atombomben auf Japan am 6. und am 9. August 1945. Die Zahl der Opfer vor 71 Jahren wird auf mehr als 250.000 geschätzt. "Sie sind für uns eine Mahnung, dass solche schrecklichen Waffen geächtet werden müssen", sagte der Friedensbeauftragte, der auch Leitender Geistlicher der Bremischen Evangelischen Kirche ist.



Doch es gebe sogar Bestrebungen, diese Waffen zu modernisieren, was zu einem neuen gefährlichen nuklearen Rüstungswettlauf führen könne. Deshalb sei es gut, dass Menschen in diesen Tagen in Deutschland, Europa und in der ganzen Welt an die Opfer der ersten Atombombenabwürfe erinnerten und eine Ächtung anmahnten: "Die evangelische Kirche steht an ihrer Seite."

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