Religion spielt große Rolle bei US-Präsidentenwahl

Religion spielt große Rolle bei US-Präsidentenwahl
Trump oder Clinton? Die Religion spielt für die Wahlentscheidung bei der kommenden Präsidentschaftswahl in den USA einer Umfrage zufolge wieder eine große Rolle.

Nach einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts "Pew Research Center" wollen vor allem weiße Protestanten, darunter viele Evangelikale, mehrheitlich für den Republikaner Donald Trump stimmen. Katholische Christen, schwarze Protestanten und nicht-religionsgebundene Wähler hingegen sprachen sich bei der am Mittwoch (Ortszeit) in Washington veröffentlichten "Pew"-Umfrage für die demokratische Anwärterin Hillary Clinton aus. Insgesamt liege Clinton zurzeit mit 51 Prozent vor Trump (42 Prozent). Gewählt wird am 8. November.

Die Ergebnisse entsprechen weitgehend dem Stimmverhalten bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2012. Bemerkenswert sei, dass weiße Evangelikale Trump mit großer Mehrheit unterstützten, obwohl namhafte Theologen und Kirchenführer ihre Bedenken über dessen Lebensstil geäußert haben. Laut der Umfrage wollen 78 Prozent der weißen Evangelikalen Trump wählen. 50 Prozent der weißen "Mainline"-Protestanten seien für den Republikaner und 39 Prozent für die Demokratin Hillary Clinton.

Hispanische Katholiken für Clinton

56 Prozent der Katholiken wollten Clinton wählen und 39 Prozent Trump, hieß es weiter. Der Vorsprung der Demokratin stamme von der überwältigenden Zustimmung hispanischer Katholiken (77 Prozent für Clinton). Weiße Katholiken sprachen sich zu 46 Prozent für Clinton und zu 50 Prozent für Trump aus. 89 Prozent der schwarzen Protestanten und 67 Prozent der Religionslosen seien für Clinton. Laut der Erhebung sind 49 Prozent der zum Wählen registrierten Bürger Protestanten, 21 Prozent seien nicht religionsgebunden und 20 Prozent Katholiken. Die übrigen gehörten nicht-christlichen Religionsgruppen an.

62 Prozent sagten bei der Erhebung, ihnen sei es wichtig, dass ein US-Präsident eine "feste religiöse Überzeugung" habe. 2012 vertraten 67 Prozent diese Auffassung, 2008 waren es 72 Prozent. Das "Pew Research Center'' hat 2.245 US-Amerikaner telefonisch auf Englisch und Spanisch befragt.

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