Aachener Auszeichnung für Friedensappell türkischer Wissenschaftler

Zweiter Preisträger beim nationalen Aachener Friedenspreis ist die Bürgerinitiative "Offene Heide" bei Magdeburg.

Foto: dpa/Bernd Luge

Zweiter Preisträger beim nationalen Aachener Friedenspreis ist die Bürgerinitiative "Offene Heide" bei Magdeburg.

Der Aachener Friedenspreis geht in diesem Jahr an türkische Wissenschaftler, die wegen ihres Engagements für ein Ende des Militäreinsatzes in den Kurdengebieten verfolgt werden.

Zweiter Preisträger ist die Bürgerinitiative Offene Heide, die seit mehr als 20 Jahren gegen das Nato- und Bundeswehr-Gefechtsübungszentrum Altmark bei Magdeburg protestiert, wie die Friedenspreisinitiative am Montag in Aachen mitteilte. Die symbolisch mit jeweils 1.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 1. September verliehen, dem Antikriegstag.

Mit der Auszeichnung für das "Komitee der AkademikerInnen für den Frieden" in der Türkei will der Verein Aachener Friedenspreis nach eigenen Worten die Wissenschaftler unterstützen, die nach ihrem Friedensappell verfolgt und diffamiert würden und von Gefängnisstrafen bedroht seien. Die Bürgerinitiative Offene Heide werde für "die Beharrlichkeit und den Mut" ihres langjährigen Protests gegen den Truppenübungsplatz und für einen Naturpark geehrt, heißt es in der Preisbegründung.

Der Aachener Friedenspreis wird seit 1988 an Menschen verliehen, die sich an der Basis für Frieden und Völkerverständigung einsetzen. Er wird getragen von rund 50 kirchlichen, politischen, gewerkschaftlichen und gesellschaftlichen Gruppen sowie etwa 350 Einzelpersonen, die im Verein Aachener Friedenspreis zusammengeschlossen sind.