Gorleben: Kunst soll vor Gefahren der Atomtechnik warnen

Gorleben: Kunst soll vor Gefahren der Atomtechnik warnen
Anti-Atomkraft-Gegner und Umweltschützer wollen zum Pfingstfest 2016 die mehrere Kilometer lange Mauer um das Gorlebener Erkundungsbergwerk von Künstlern bemalen lassen.

So solle ein Gesamtkunstwerk entstehen, das der Berliner Mauer gleich, überregionale Anziehungskraft entwickele, erklärten die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg und die Veranstalter der "Kulturellen Landpartie". Gleichzeitig könne die bunte Mauer den "ungebrochenen Protest gegen die Atomtechnik sichtbar" machen, hieß es.

Die Organisatoren haben nach eigenen Angaben bereits beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) um eine Genehmigung für die Kunstaktion gebeten, um eventuelle Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs zu vermeiden. Das BfS betreibt das Bergwerk und hat somit Hausrecht über das Grundstück und seine Umfriedung.

Der unterirdische Gorlebener Salzstock wird seit 1977 auf seine Eignung als mögliches Atommüll-Endlager untersucht. Im Zuge des Neustarts der Endlagersuche wurden die Arbeiten 2013 unterbrochen, um eine weitere Vorfestlegung auf den Standort Gorleben zu vermeiden. Das Bemalen der Mauer soll am Freitag vor Pfingsten während der "Kulturellen Landpartie" erfolgen. Ein gleichnamiger Verein richtet das nach eigenen Angaben größte selbst organisierte Kulturfestival Norddeutschlands jährlich zwischen Himmelfahrt und Pfingstmontag im Kreis Lüchow-Dannenberg aus.

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