Früherer EKD-Ratsvorsitzender Schneider erhält Bundesverdienstkreuz

Nikolaus Schneider während einer Pressekonferenz in Berlin 2014.

Foto: dpa/Maurizio Gambarini

Nikolaus Schneider war von 2010 bis 2014 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Früherer EKD-Ratsvorsitzender Schneider erhält Bundesverdienstkreuz
Für sein soziales Engagement und seinen Einsatz gegen Antisemitismus wird der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

Bundespräsident Joachim Gauck wird dem 68-Jährigen den Orden mit Stern und Schulterband im Rahmen einer Verleihung zum Tag der Deutschen Einheit am 1. Oktober im Schloss Bellevue überreichen, wie ein Sprecher des Bundespräsidenten am Montag in Berlin mitteilte.

"Das Wirken des Theologen ist von großem Engagement für die sozialen Themen unserer Zeit geprägt", heißt es demnach in der Begründung. Schneider sei stets für den Schutz der Menschenwürde und für soziale Gerechtigkeit eingetreten. Zudem hebt das Bundespräsidialamt das Engagement des ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden für die jüdisch-christliche Zusammenarbeit hervor. "Mit großer Konsequenz kämpft er immer wieder gegen jede Form von Antisemitismus in Deutschland", hieß es.

Der in Duisburg geborene Schneider war von 2003 bis 2013 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. 2010 trat er die Nachfolge der zurückgetretenen Margot Käßmann an der Spitze des EKD-Rats an. Im vergangenen Jahr gab Schneider dieses Amt ab, um seiner an Krebs erkrankten Frau beizustehen.

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